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Trekking / Weitwandern
Alpen Trekking Schweiz - Weitwandern durch die Schweizer Alpen


Trekking in 19 Tagen durch die Alpen der Schweiz. Von Chur aus auf dem historischen Alpen Säumerweg Via Spluga bis nach Chiavenna in Italien und auf der Via Bregaglia zurück in die Schweiz ins Engadin. In westlicher Richtung führte das Trekking auf dem Höhenweg Senda Sursilvana bis auf den Oberalp, über den Furka in den Kanton Uri und schlussendlich Weitwandern durch die Alpen des Wallis, Goms und Rhone Tal, nach Martigny.


Alpen Trekking Karte


1.
Graubünden

Wandern ins Hochtal Lenzerheide und durch die Schin Schlucht
Chur – Lenzerheide - Alter Schin - Thusis (2 Tage)

Aussicht der Schin Schlucht

Wanderweg Alter Schin

 

1. Chur – Passugg – Rabiosa Schlucht – Churwalden – Lenzerheide (5 Stunden)
Etwas oberhalb von Chur liegt das Dörfchen Passugg und die tiefe, raue Rabiosa Schlucht, die Quelle des bekannten Mineralwassers Passugger. Von hier führt ein so genannter Polenweg leicht aufwärts bis Churwalden und weiter ins Hochtal der Lenzerheide auf etwa 1’500 m.ü.M, mit dem idyllisch in die Landschaft eingebetteten Heidsee.

2. Lenzerheide - Alter Schin – Thusis (5 Stunden)
Der Höhepunkt des zweiten Tages war der Alte Schin (auch Schyn), eine attraktive Höhenwanderung hoch über der Albula Schlucht. Der Weg wurde zum Teil aus dem Felsen herausgehauen und führte sogar durch einen etwa 100 m langen Felstunnel, wo es ohne Taschenlampe auch etwas unheimlich wäre. Schlussendlich führte die Route runter ins Tal Domleschg und nach Thusis.

 


2.
Graubünden/Italien

Via Spluga: Säumerweg Trekking nach Italien
Thusis – Viamala Schlucht – Rofla Schlucht – Splügen – Splügenpass – Chiavenna (5 Tage)

Traversina Steg Hängebrücke

Doppel Brücke über die Viamala Schlucht

 

1. Thusis - Viamala Schlucht - Zillis
In etwas weniger als einer Stunde gelangt man auf das Felsplateau der Burg Hohen Rätien, einer der grössten Burganlagen im Kanton Graubünden. Von hier führt ein nur für Schwindelfreie empfehlenswerter Pfad hoch über der Schlucht weiter. Die einmalige, wie eine Treppe angelegte Hängebrücke, Traversina Steg, überquert mit einer Spannweite von über 50 m ein wildes Seitental. Die Viamala Schlucht beeindruckt mit bis zu 300 m hohen Felswänden, welche dem Hinterrhein teilweise weniger als ein Meter für den Durchfluss gewähren. Eine gesicherte Treppe und eine Weggalerie erlauben einmalige Einblicke in das tiefste Schluchten Dasein.

 

Der Rhein schlängelt sich durch die Viamala

Strudel Topf in der Viamala

 

2. Schams - Avers
Von Andeer führte ein lang gezogener Wanderweg durch den Wald hoch ins Maiensäss Bagnusch. Erst jetzt wurde es wieder spannend, auf einem schmalen, abenteuerlichen Pfad hoch über dem Val Ferrera ging es horizontal zum Dörfchen Cresta, mit der eindrücklich in die Bergwelt eingebetteten Kirche ganz aus Stein. Von Ausserferrera kann man wieder auf die Hauptstrecke der Via Spluga, zur Rofla Schlucht wandern.

 

Alpen Trekking Avers

Wild im Avers

 

3. Rofla Schlucht – Sufers – Splügen - Splügenpass
Ein von Amerika zurückgekehrter Heimwehbündner erstellte in mühsamer, sieben jähriger Handarbeit, einen in den Fels gehauenen Fussweg in die Rofla Schlucht. Durch die Felsgalerie gelangt man durch die imposante, durch mächtige Tannen verdüsterte Schlucht, bis zum Rofla Wasserfall.

Die Strecke der Via Spluga zum Stausee Sufers hoch wird leider durch die Strassenbauten und den Strassenlärm dominiert. Das Tal ist einfach zu eng für zwei Durchgangsstrassen und einen Wanderweg. Erst der Waldweg nach Splügen erhöhte den Spassfaktor wieder.  Etwa auf halbem Weg auf den Splügenpass wurde heute campiert.

 

Rofla Schlucht

Splügen

Historische Via Spluga

Monte Spluga

 

4. Monte Spluga – Cardinello Schlucht - Isola
Noch etwa eine Stunde fehlte bis zur Passhöhe auf 2'115 m und somit dem höchstem Punkt der Via Spluga. Murmeltiere warnten die italienischen Grenzwärter pfeifend vor meiner Ankunft, diese jedoch bleiben lieber in ihrem windstillen Häuschen. Auf der italienischen Seite ist der historische Saumweg noch sehr schön zu erkennen und es ist schon etwas Spezielles auf diesen grossen Steinplatten zu wandern, im Wissen, dass schon vor zweitausend Jahren die Bergbewohner diesen Transitweg benutzten.

Die wildromantische Cardinello Schlucht war früher ein berüchtigter Abschnitt der Via Spluga, so etwa wie die Viamala Schlucht auf Schweizer Seite. Ein schmaler Pfad windet sich dem fast senkrecht abfallenden Hang entlang und manchmal erhält man das Gefühl, als ob man in der Felswand selbst unterwegs wäre.

 

Cardinello Schlucht

Isola

 

5. Campodolcino – Gallivaggio – Chiavenna
Die Route führt nun meist dem Fluss Liro entlang weiter das Val San Giacomo hinaus. Nach etwa 6 Stunden gelangt man nach Chiavenna, der Endstation der Via Spluga.

 

Murmeltier

Valle San Giacomo


3.
Italien/Graubünden

Via Bregaglia: Trekking durch die Bergwelt im Bergell
Chiavenna – Castasegna – Vicosoprano – Maloja/Engadin (2 Tage)

Wasserfall im Val Bregaglia

Kochkünste auf dem Feuer

 

1. Chiavenna - Bondo
Noch bis zum Mittag nutzte ich die Zeit das historische Städtchen Chiavenna zu besichtigen. Dann aber ging das Trekking weiter in östliche Richtung durch das Bergell. Nach etwa 3 Stunden erreicht man die Schweizer Grenze. Eigentlich hat man zwei Optionen von hier. Die einte ist die Panorama Route über Soglio nach Casaccia auf der rechten Talseite. Ich aber entschied mich für die eigentliche Via Bregaglia oder den Talweg. Vor dem Eindunkeln und einem drohenden Gewitter schaffte ich es gerade noch nach Bondo, wo sich ein kleiner aber feiner Camping Platz zum Übernachten anerbot.

2. Vicosoprano – Casaccia – Maloja / Engadin
Nach Vicosoprano fing das Tal nun ernsthafter an zu steigen. Begleitet wird man konstant vom immer kleiner werdenden Fluss Maira. Schlussendlich galt es noch die letzten 400 Höhenmeter auf einem steilen, zickzackenden Pfad zu erklettern, bis zum Endpunkt der Via Bregaglia in Maloja.

 

Steinbrücke bei Vicosoprano

Abendstimmung Bergell


4.
Graubünden

Senda Sursilvana: Der Weitwanderweg von Chur auf den Oberalp
Chur - Rheinschlucht Ruinaulta - Ilanz - Disentis - Oberalp Pass (3 Tage)

Rheinschlucht Ruinaulta
 

Geissenhunger

 

1. Chur - Ilanz
Der Höhepunkt heute war sicher die Rheinschlucht Ruinaulta, wo sich der Rhein durch eine wilde, alpine Schluchten Landschaft mit bizarren Steinformationen schlängelt. Die markierte Streckenführung der Wanderung geht zwar über Flims, auf der linken Seite der Schlucht, jedoch entschloss ich mich für die für mich attraktivere Route über Bonaduz und Versam bis nach Ilanz. 

 

Burg Jörgenberg
 

Brigels in der Surselva

 

2. Ilanz - Disentis
Der nächste Tag begann mit einem Besuch der auf einem exponierten Felsplateau gelegenen Burg Jörgenberg. Die sich unweit des Dörfchens Waltensburg befindende Burg, mit ihrem charakteristischen Campanile Glockenturm, ist von einer tiefen Schlucht umgeben.

Auf einem wunderbaren Höhenweg auf der Sonnenseite der Surselva, gelangt man schlussendlich nach Sumvitg. Nun steigt man an das Rhein Ufer runter und man kann für weitere zwei Stunden meist etwas oberhalb des Flusses nach Disentis wandern.

 

Glacier Express durch die Surselva
 

Camp Pass Tiarms beim Oberalp

 

3. Disentis – Oberalp
Die Senda Sursilvana geht weiter auf der linken Talseite, durch riesige, an diesem strahlenden Frühlingstag wahrhaftig aufblühende Alpen Wiesen, mit einer unglaublich reichhaltigen Flora. Unten im Tal zieht immer wieder der Glacier Express wie eine rote Schlange durch die herrliche alpine Landschaft. Über den Pass Tiarms, mit 2'150 m der höchste Punkt der Senda Sursilvana, gelangt man schlussendlich zum Oberalp.

 


5.
Uri

Oberalp und Furka Pass Trekking
Oberalp Pass - Andermatt - Furka Pass - Oberwald (3 Tage)

Oberalp Pass
 

Oberalp See

 

1. Oberalp – Andermatt – Realp
Beim Abstieg nach Andermatt waren noch ziemlich grosse Schneefelder zu überqueren. Die zahlreichen Murmeltiere waren trotzdem schon sehr aktiv und verschwanden pfeifend, als ich durch ihr Territorium wanderte. In der Ebene bei Andermatt ging es 2 ½ Stunden gemütlich dem Furkareuss Fluss entlang, bis ich am Fusse des Furka Passes das Nachtlager aufschlug.

 

Furka Pass
 

Furka Pass

 

2. Furka Pass – Rhone Gletscher
Zuerst galt es eine ziemlich steile Passage zwischen den Haarnadelkurven der Passstrasse zu bewältigen. Als ich nahe daran war die Geduld zu verlieren, so eingeklemmt und durch den störenden Motorrad Lärm leidend, zeigte ein Wegweiser endlich in das viel ruhigere Seitental. Nun ging es mehr oder weniger den Schienen der Furka Dampfbahn entlang, gemächlich den Berg hoch. Während die Bahn am Tal Ende in einem Tunnel verschwindet, windet sich für den Wanderer ein Bergpfad zur Passhöhe auf 2'430 m.ü.M. hinauf. Hier herrschte wiederum tiefer Winter. Die Landschaft ruhte auch anfangs Juni noch unter einer beachtlichen Schneedecke.

Nur ein paar Kurven der Strasse nach liegt das Hotel Belvedere mit der bekannten Eisgrotte im eindrucksvollen Rhone Gletscher. Nach der Besichtigung der Gletscher Höhle fing es heftig an zu regnen. Deshalb erhöhte ich das Marschtempo, um noch möglichst ins Tal hinunter zu gelangen, wo es etwas wärmer zum Zelten sein würde.

 

Rhone Gletscher mit Eingang zur Eisgrotte
 

Eisgrotte Rhonegletscher

 

3. Gletsch – Oberwald
Die ersten Sonnenstrahlen drangen gegen 7:30 über den Bergkamm ins Tal. Somit konnte das über Nacht verregnete Zelt wieder einigermassen trocken im Rucksack verstaut werden. Ohnehin wollte ich den heutigen Tag etwas gemütlicher angehen, ein halber Ruhetag so zu sagen. Somit gab ich mich mit dem Abstieg ins Goms schon zufrieden und erkürte Oberwald als Etappen Ort.

 


6.
Wallis

Weitwandern im Goms und Rhone Tal im Wallis
Oberwald - Fiesch - Brig - Visp - Sierre - Sion - Martigny (4 Tage)

Goms
 

Alpen Frühling

 

1. Oberwald - Fiesch
Heute grüssten mich erneut fast sommerliche Temperaturen unter einem herrlich blauen Himmel und voller Tatendrang nahm ich das Trekking durch das Wallis in Angriff. Anfänglich führte ein Spazierweg der hier noch Rotten genannten Rhone entlang. Bei Niederwald zweigt auf der rechten Talseite ein empfehlenswerter Höhenweg ab, der schlussendlich weit ob dem Fieschertal wieder aus dem Wald herauskommt. Der Abstieg bis in den Etappen Ort Fiesch war nur noch ein Kinderspiel.

 

Höhenweg Goms
 

Alpen Blick Brig

 

2. Fiesch – Brig - Visp
Der Zwergenweg (Gogwärgiweg auf Walliser Diitsch) mit unterhaltsamen Geschichten für die Jüngeren, brachte mich aus dem Tal. Ein steiler, Kräfte raubender Weg führte zur kleinen Siedlung Martisberg hoch. Begleitet von atemberaubenden Aussichten bis nach Brig, kann man auf einem Höhenweg weiter gegen Westen wandern. Es war fast Schade, musste ich wegen der dringenden Proviant Beschaffung wieder ins Tal absteigen, um in Brig einzukaufen. Bis zum Eindunkeln gelangte ich schlussendlich noch auf einen Zeltplatz kurz nach Visp.

 

Bhutanbrücke
 

See bei Sierre

 

3. Visp - Sierre - Sion
Die ersten Morgenstunden ging das Trekking auf einem Uferweg der Rhone entlang. Das Ziel war das Dörfchen Pletschen, wo eine riesige Hängebrücke, errichtet mit der Beihilfe von Ingenieuren aus Bhutan, eine mächtige Schlucht überquert. Bis Sierre führte die Route durch den hübschen Wald im Naturschutzgebiet von Pfyn. Bei magischer Kulisse der beiden im Abendrot kontrastierenden Hügel der Burg Tourbillon und der Kirchen Burg Valère (Valeria) mit den noch mit Schnee bedeckten Alpen, schlug ich kurz vor Sion das Nachtlager auf.

 

Rebberg bei Sierre
 

Alpiner Rebbau

 

4. Sion – Martigny
Weinanbau Gebiete dominierten immer mehr die Landschaft. Den grössten Teil des Tages marschierte ich der in diesen vier Tagen zu einer stattlichen Grösse angewachsenen Rhone entlang. Nach gut 8 Stunden erreichte ich schlussendlich das vorläufige Ziel dieser Weitwanderung: Martigny.

Gerne würde ich im Sommer oder Herbst nach Martigny zurückkehren, um das Mont Blanc Trekking in Frankreich anzugehen…

Surf Tipp! Wie wär's mit meinem ersten Weitwandern Abenteuer: Swiss Alps Trekking...

 

Burg Berge Tourbillon und Valère von Sion
 

Rhone vor Martigny


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