Alpen Trekking - Schweiz :: Weitwandern durch die Schweizer Alpen



Alpen Trekking über die Bhutan-Hängebrücke im Wallis
Die Bhutan-Hängebrücke auf der Alpen Trekking Route im Wallis

Alpen Trekking - Schweiz :: Toureninformation :: Trekking Karte

Trekking in 19 Tagen durch die Alpen der Schweiz. Von Chur aus auf dem historischen Alpen Säumerweg Via Spluga bis nach Chiavenna in Italien und auf der Via Bregaglia zurück in die Schweiz ins Engadin. In westlicher Richtung führte die Weitwanderung auf dem Höhenweg Senda Sursilvana bis auf den Oberalp, anschliessend im Kanton Uri von Andermatt über den Furkapass und schlussendlich auf dem Höhenweg im Goms und Rhone Tal durch die Alpen des Wallis bis nach Martigny.

Schweizer Alpen Fotogalerie
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Schweizer Alpen Trekking Karte Senda Sursilvana Via Spluga Uri Trekking Weitwandern Wallis Via Bregaglia Schweizer Alpen Trekking Karte

1. Etappe Graubünden ¦ Hochtal Lenzerheide (2 Tage)

Chur
Passug
Rabiosa Schlucht
Churwalden
Lenzerheide

1. Trekking im Hochtal Lenzerheide
Etwas oberhalb von Chur liegt das Dörfchen Passugg und die tiefe, raue Rabiosa Schlucht, die Quelle des bekannten Mineralwassers Passugger. Von hier führt ein so genannter Polenweg leicht aufwärts bis Churwalden und weiter ins Hochtal der Lenzerheide auf etwa 1’500 m.ü.M, mit dem idyllisch in die Landschaft eingebetteten Heidsee.

Lenzerheide
Alter Schin
Thusis

2. Alte Schin Schlucht
Der Höhepunkt des zweiten Tages war der Alte Schin (auch Schyn), eine attraktive Höhenwanderung hoch über der Albula Schlucht. Der Weg wurde zum Teil aus dem Felsen herausgehauen und führte sogar durch einen etwa 100 m langen Felstunnel, wo es ohne Taschenlampe auch etwas unheimlich wäre. Schlussendlich führte die Route runter ins Tal Domleschg und nach Thusis.

Wanderweg Alter Schin
Der Höhenweg Alter Schin umgeht die Albula Schlucht

2. Etappe Graubünden / Italien ¦ Via Spluga: Weitwanderweg von Thusis nach Chiavenna (5 Tage)

Traversina Steg Hängebrücke bei der Viamala
Traversina Steg hoch über der Viamala Schlucht
Brücke über die Viamala Schlucht
Die historische Brücke und die neuere Brücke über die Viamala Schlucht

Thusis
Viamala Schlucht
Zillis

1. Wanderweg durch die Viamala Schlucht
Der Weitwanderweg der Via Spluga (weitere Infos: www.viamala.ch/../viaspluga/)startet in Thusis. In etwas weniger als einer Stunde gelangt man vom Dorf auf das Felsplateau der Burg Hohen Rätien, einer der grössten Burganlagen im Kanton Graubünden. Von hier führt ein nur für Schwindelfreie empfehlenswerter Pfad hoch über der Schlucht weiter. Die einmalige, wie eine Treppe angelegte Hängebrücke, Traversina Steg, überquert mit einer Spannweite von über 50 m ein wildes Seitental. Die Viamala Schlucht beeindruckt mit bis zu 300 m hohen Felswänden, welche dem Hinterrhein teilweise weniger als ein Meter für den Durchfluss gewähren. Eine gesicherte Treppe und eine Weggalerie erlauben einmalige Einblicke in das tiefste Schluchten-Dasein.

Strudeltopf Viamala Schlucht
Der Hinterrhein schlängelt sich durch die Viamala Schlucht
Bergkirche im Alpental Val Avers
Das Val Avers mit hoch über dem Tal

Zillis
Schams
Val Avers

2. Abstecher ins Val Avers
Das Val Avers liegt zwar nicht auf der eigentlichen Route der Via Spuga, ein Abstecher lohnt sich aber auf jeden Fall. Von Andeer führte ein lang gezogener Wanderweg durch den Wald hoch ins Maiensäss Bagnusch. Erst jetzt wurde es wieder spannend, auf einem schmalen, abenteuerlichen Pfad hoch über dem Val Ferrera ging es horizontal zum Dörfchen Cresta, mit der eindrücklich in die Bergwelt eingebetteten Kirche ganz aus Stein. Von Ausserferrera kann man wieder auf die Hauptstrecke der Via Spluga, zur Rofla Schlucht wandern.

Wasserfall Rofflaschlucht
Der Roffla Wasserfall befindet sich zuhinterst in der engen Roffla Schlucht
Via Spluga Wanderweg bei Splügen
Die Via Spluga passiert die Ruine der Burg Splügen kurz vor dem Dorf

Val Avers
Rofflaschlucht
Sufers
Splügen
Splügenpass

3. Via Spluga, Dorf Splügen, Splügenpass
Ein von Amerika zurückgekehrter Heimwehbündner erstellte in mühsamer, sieben jähriger Handarbeit, einen in den Fels gehauenen Fussweg in die Rofflaschlucht. Durch die Felsgalerie gelangt man durch die imposante, durch mächtige Tannen verdüsterte Schlucht, bis zum Roffla Wasserfall.

Die Strecke der Via Spluga zum Stausee Sufers hoch wird leider durch die Strassenbauten und den Strassenlärm dominiert. Das Tal ist einfach zu eng für zwei Durchgangsstrassen und einen Wanderweg. Erst der Waldweg nach Splügen erhöhte den Spassfaktor wieder.  Etwa auf halbem Weg auf den Splügenpass wurde heute campiert.

Historischer Kulturweg Via Spluga
Die Via Spluga kurz vor der Passhöhe auf 2'115 m ü.M.
Monte Spluga Trekking
Die italienische Ortschaft Montespluga mit dem gleichnamigen Stausee

Splügenpass
Monte Spluga
Cardinello Schlucht
Isola

4. Über den Splügenpass und durch die Cardinello Schlucht in Italien
Noch etwa eine Stunde fehlte bis zur Passhöhe auf 2'115 m und somit dem höchstem Punkt der Via Spluga. Murmeltiere warnten die italienischen Grenzwärter pfeifend vor meiner Ankunft, diese jedoch bleiben lieber in ihrem windstillen Häuschen. Auf der italienischen Seite ist der historische Saumweg noch sehr schön zu erkennen und es ist schon etwas Spezielles auf diesen grossen Steinplatten zu wandern, im Wissen, dass schon vor zweitausend Jahren die Bergbewohner diesen Transitweg benutzten.

Die wildromantische Cardinello Schlucht war früher ein berüchtigter Abschnitt der Via Spluga, so etwa wie die Viamala Schlucht auf Schweizer Seite. Ein schmaler Pfad windet sich dem fast senkrecht abfallenden Hang entlang und manchmal erhält man das Gefühl, als ob man in der Felswand selbst unterwegs wäre.

Cardinello Schlucht
Die Via Spluga schlängelt sich runter in die Cardinello Schlucht
Murmeltier
Ein Murmeltier bewacht den Wohnhöhleneingang

Campodolcino
Gallivaggio
Chiavenna

5. Die Via Spluga in Italien
Die Route führt nun meist dem Fluss Liro entlang weiter das Valle San Giacomo hinaus. Nach etwa 6 Stunden gelangt man nach Chiavenna, der Endstation der Via Spluga.

Isola im Valle San Giacomo
Der kleine Stausee bei Isola im Valle San Giacomo
Valle San Giacomo
Weit unten im Valle San Giacomo liegt Chiavenna

3. Etappe Italien / Graubünden ¦ Via Bregaglia: Trekking durch die Bergwelt im Bergell (2 Tage)

Chiavenna
Bondo

1. Auf der Via Bregaglia durchs Bergell
Noch bis zum Mittag nutzte ich die Zeit das historische Städtchen Chiavenna zu besichtigen. Dann aber ging das Trekking weiter in östliche Richtung durch das Bergell. Nach etwa 3 Stunden erreicht man die Schweizer Grenze. Eigentlich hat man zwei Optionen von hier. Die einte ist die Panorama Route über Soglio nach Casaccia auf der rechten Talseite. Ich aber entschied mich für die eigentliche Via Bregaglia oder den Talweg. Vor dem Eindunkeln und einem drohenden Gewitter schaffte ich es gerade noch nach Bondo, wo sich ein kleiner aber feiner Camping Platz zum Übernachten anerbot.

Wasserfall im Val Bregaglia
Das Val Bregaglia zieht sich von Chiavenna bis zum Malojapass

Bondo
Vicosoprano
Casaccia
Maloja

2. Auf der Via Bregaglia ins Engadin
Nach Vicosoprano fing das Tal nun ernsthafter an zu steigen. Begleitet wird man konstant vom immer kleiner werdenden Fluss Maira. Schlussendlich galt es noch die letzten 400 Höhenmeter auf einem steilen, zickzackenden Pfad zu erklettern, bis zum Endpunkt der Via Bregaglia in Maloja.

Via Bregaglia durchs bündnerische Bergell
Abendstimmung im Camp auf dem Via Bregaglia Trekking

4. Etappe Graubünden ¦ Senda Sursilvana: Weitwanderung von Chur auf den Oberalppass (3 Tage)

Chur
Rheinschlucht
Ilanz

1. Rheinschlucht Ruinaulta
Der Höhepunkt heute war sicher die Rheinschlucht Ruinaulta, wo sich der Rhein durch eine wilde, alpine Schluchten Landschaft mit bizarren Steinformationen schlängelt. Die markierte Streckenführung der Senda Sursilvana Wanderung geht zwar über Flims, auf der linken Seite der Schlucht, jedoch entschloss ich mich für die Route über Bonaduz und Versam bis nach Ilanz. 

Rheinschlucht Ruinaulta
Die Senda Sursilvana führt entlang der Rheinschlucht Ruinaulta

Ilanz
Disentis

2. Senda Sursilvana
Der nächste Tag begann mit einem Besuch der auf einem exponierten Felsplateau gelegenen Burg Jörgenberg. Die sich unweit des Dörfchens Waltensburg befindende Burg, mit ihrem charakteristischen Campanile Glockenturm, ist von einer tiefen Schlucht umgeben.

Auf einem wunderbaren Höhenweg auf der Sonnenseite der Surselva, gelangt man schlussendlich nach Sumvitg. Nun steigt man an das Rhein Ufer runter und man kann für weitere zwei Stunden meist etwas oberhalb des Flusses nach Disentis wandern.

Burg Jörgenberg
Burg Jörgenberg bei Waltensburg im Bündner Oberland

Disentis
Oberalppass

3. Disentis – Oberalppass
Die Senda Sursilvana (weitere Infos bei www.graubuenden.ch) geht weiter auf der linken Talseite, durch riesige, an diesem strahlenden Frühlingstag wahrhaftig aufblühende Alpen Wiesen, mit einer unglaublich reichhaltigen Flora. Unten im Tal zieht immer wieder der Glacier Express wie eine rote Schlange durch die herrliche alpine Landschaft. Über den Pass Tiarms, mit 2'150 m der höchste Punkt der Senda Sursilvana, gelangt man schlussendlich zum Oberalppass.

Glacier Express
Der weltberühmte Zug des Glacier Express unterwegs in der Surselva
Trekking Camp Oberalppass
Kurz vor der Passhöhe des Oberalppass wir nochmals das Camp aufgeschlagen

5. Etappe Uri ¦ Pass Trekking Uri: Oberalppass und Furkapass (3 Tage)

Oberalppass
Andermatt
Realp

1. Hochtal Andermatt
Beim Abstieg nach Andermatt waren noch ziemlich grosse Schneefelder zu überqueren. Die zahlreichen Murmeltiere waren trotzdem schon sehr aktiv und verschwanden pfeifend, als ich durch ihr Territorium wanderte. In der Ebene bei Andermatt ging es 2.5 Stunden gemütlich dem Furkareuss Fluss entlang, bis ich am Fusse des Furka Passes das Nachtlager aufschlug.

Bergsee Oberalppass
Alpen Trekking entlang dem Bergsee auf dem Operalppass

Realp
Furka Pass
Rhone Gletscher
Gletsch

2. Furka Pass und Rhone Gletscher
Zuerst galt es eine ziemlich steile Passage zwischen den Haarnadelkurven der Passstrasse zu bewältigen. Als ich nahe daran war die Geduld zu verlieren, so eingeklemmt und durch den störenden Motorrad Lärm leidend, zeigte ein Wegweiser endlich in das viel ruhigere Seitental. Nun ging es mehr oder weniger den Schienen der Furka Dampfbahn entlang, gemächlich den Berg hoch. Während die Bahn am Tal Ende in einem Tunnel verschwindet, windet sich für den Wanderer ein Bergpfad zur Passhöhe auf 2'430 m.ü.M. hinauf. Hier herrschte wiederum tiefer Winter. Die Landschaft ruhte auch anfangs Juni noch unter einer beachtlichen Schneedecke.

Nur ein paar Kurven der Strasse nach liegt das Hotel Belvedere mit der bekannten Eisgrotte im eindrucksvollen Rhone Gletscher. Nach der Besichtigung der Gletscher Höhle fing es heftig an zu regnen. Deshalb erhöhte ich das Marschtempo, um noch möglichst ins Tal hinunter zu gelangen, wo es etwas wärmer zum Zelten sein würde.

Rhone Gletscher
Rhone Gletscher beim Furka Pass mit Eingang zur Eisgrotte

Gletsch
Oberwald

3. Obergoms
Die ersten Sonnenstrahlen drangen gegen 7:30 über den Bergkamm ins Tal. Somit konnte das über Nacht verregnete Zelt wieder einigermassen trocken im Trekking-Rucksack verstaut werden. Ohnehin wollte ich den heutigen Tag etwas gemütlicher angehen, ein halber Ruhetag so zu sagen. Somit gab ich mich mit dem Abstieg ins Goms schon zufrieden und erkürte Oberwald als Etappen Ort.

Furka Pass
Furka Pass von Realp im Kanton Uri nach Gletsch im Kanton Wallis

6. Etappe Wallis ¦ Weitwandern auf dem Höhenweg durch das Goms und Rhone Tal (4 Tage)

Oberwald
Fiesch

1. Höhenweg Goms
Heute grüssten mich erneut fast sommerliche Temperaturen unter einem herrlich blauen Himmel und voller Tatendrang nahm ich das Trekking durch das Wallis in Angriff. Anfänglich führte ein Spazierweg der hier noch Rotten genannten Rhone entlang. Bei Niederwald zweigt auf der rechten Talseite ein empfehlenswerter Höhenweg ab, der schlussendlich weit ob dem Fieschertal wieder aus dem Wald herauskommt. Der Abstieg bis in den Etappen Ort Fiesch war nur noch ein Kinderspiel.

Alpiner Höhenweg im Goms
Alpiner Höhenweg im Goms

Fiesch
Brig
Visp

2. Höhenweg Oberwallis
Der Zwergenweg (Gogwärgiweg auf Walliser Diitsch) mit unterhaltsamen Geschichten für die Jüngeren, brachte mich aus dem Tal. Ein steiler, Kräfte raubender Weg führte zur kleinen Siedlung Martisberg hoch. Begleitet von atemberaubenden Aussichten bis nach Brig, kann man auf einem Höhenweg weiter gegen Westen wandern. Es war fast Schade, musste ich wegen der dringenden Proviant Beschaffung wieder ins Tal absteigen, um in Brig einzukaufen. Bis zum Eindunkeln gelangte ich schlussendlich noch auf einen Zeltplatz kurz nach Visp.

Alpen Blick Brig und Wallis
Herrlicher Blick über die Alpen des Wallis mit Brig weit unten im Tal

Visp
Sierre
Sion

3. Rhone Trekking und Naturschutzgebiet Phyn
Die ersten Morgenstunden ging das Trekking auf einem Uferweg der Rhone entlang. Das Ziel war das Dörfchen Pletschen, wo eine riesige Hängebrücke, errichtet mit der Beihilfe von Ingenieuren aus Bhutan, eine mächtige Schlucht überquert. Bis Sierre führte die Route durch den hübschen Wald im Naturschutzgebiet von Pfyn. Bei magischer Kulisse der beiden im Abendrot kontrastierenden Hügel der Burg Tourbillon und der Kirchen Burg Valère (Valeria) mit den noch mit Schnee bedeckten Alpen, schlug ich kurz vor Sion das Nachtlager auf.

Burg Tourbillon bei Sion
Trekking Camp bei der Burg Tourbillon kurz vor Sion

Sion
Martigny

4. Rhone Trekking nach Martigny
Weinanbau Gebiete dominierten immer mehr die Landschaft. Den grössten Teil des Tages marschierte ich der in diesen vier Tagen zu einer stattlichen Grösse angewachsenen Rhone entlang. Nach gut 8 Stunden erreichte ich schlussendlich das vorläufige Ziel dieser Weitwanderung durch die Alpen in Martigny.

Die nächste Weitwanderung führte mich von Martigny in das Val de Chamonix in Frankreich auf dem Mont Blanc Trekking und dann weiter durch die französischen Alpen gegen Süden dem Mittelmeer zu auf dem legendären GR5 Weitwanderweg >>

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