Bikereise in Afrika :: Mountainbike Tour auf den Kapverdischen Inseln


Mountainbike Tour auf den Kapverden
Die spektakulären Trails im Gebirge von Santo Antão sind unbestritten der Höhepunkt einer Mountainbike Tour auf den Kapverden.

Mit dem Bike auf den Inseln São Vicente und Santo Antão

Die attraktivste Kapverdische Insel für Mountainbike Touren ist Santo Antão, mit seinen herrlichen Küstenstrassen, wilden Wüstenpisten, steilen Maultierpfade, kurvenreichen Bergstrassen und fortgeschrittenen Singletrails. Trotz der bescheidenen Grösse der 45 km langen und 25 breiten Insel, bietet die Bergwelt von Santo Antão bis 2000 hohe Gipfel, um auch fleissig Höhenmeter zu erklettern.

Auf São Vicente anerbietet sich Mindelo als Ausgangspunkt für Biketouren. Herauszuheben sind der off-Road Küstentrail zur Katzenbucht, die Piste durch die mondartige Landschaft runter zum Strand von Palha Carga und die Erklimmung des Monte Verde, dem dominantesten Wahrzeichen der Insel.

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São Vicente: Salamansa - Baia das Gatas (30 km/500 m)

Biketour entlang der Küste der Kapverden
Auch flache Abschnitte haben auf einer Biketour durchaus ihren Reiz, entlang der hübschen Küste der Kapverden.

Mindelo ist die zweitgrösste Stadt auf den Kapverdischen Inseln. Rund 75'000 Bewohner teilen sich die quirlige, an der grössten Bucht des Landes gelegene Hafenstadt. Kulturell bietet Mindelo sogar mehr als die Hauptstadt Praia auf der Insel Santiago. Die Meerespromenade lädt zum Flanieren und die Altstadt hat so manch ein gemütliches Café, wo man das bunte Treiben der Kapverdianer (oder Kapverdier gemäss Duden) beobachten kann.

Wir fahren mit den Mountainbikes durch das von pastellfarbenen Häusern dominierte Zentrum. Eine gepflasterte Strasse zog sich durch einen Vorort, wo die Farben ausgegangen zu sein schienen. Die Gebäude wirkten wie nicht ganz fertig. Trotz der relativen Grösse der Metropole, herrschte kaum Verkehr und nur wenige Einheimische schienen auf zu sein, ein typischer Sonntag Morgen auf der Insel. Bald ging es links hinein in die Hügelwelt. Ein staubiger Singletrail führte der Bergflanke entlang, stetig leicht hoch, auf eine Anhöhe. Ein wunderbarer Panoramablick perfekt für Reisefotos tat sich auf, einerseits auf die Bucht von Mindelo, andererseits runter auf die Nordküste von São Vicente, mit seinem tiefblauen Meer. Teils fahrend, teils über riesige Felsbrocken kletternd schafften wir den Abstieg.

Nach einer kühlen Erfrischung an der Strandbar der Kite-Surfer, folgten wir einem fast inexistenten Weg der Küste entlang. Das Meer preschte mit gewaltiger Wucht gegen die Landmasse und beruhigte sich erst in der Baia das Gatas wieder. Hier zeigte der atlantische Ozean ein ganz anderes Gesicht, die seichte, gut geschützte Bucht ist ideal zum Baden. Einige Familien tummelten sich am Meer, vereinzelte Gäste assen frischen Fisch in einem Restaurant in der Nähe des Strandes. Beinahe unvorstellbar, dass in der beschaulichen Baia das Gatas im Sommer das grösste Open Air Festival des Kapverdischen Archipels stattfindet, mit rund 100'000 Besuchern.

Auf einer groben Pflastersteinstrasse überquerten wir einen ca. 200 m hohen Pass zurück nach Mindelo.


São Vicente: Mato Inglés - Strand Palha Carga (38 km/700 m)

Trail an die Küste von São VicenteTrail durch die mondartige Landschaft runter zum Strand von Palha Carga auf der Insel São Vicente.

Heute Morgen war das Städtchen Mindelo deutlich belebter. Vor den Banken bildeten sich lange Warteschlangen, der Fischmarkt brodelte mit Aktivität, fliegende Händler boten auf der Strassen den Passanten ihre Ware feil, Ladenbesitzer berieten ihre potenziellen Kundschaft schon vor der Eingangstüre und scheinbar zu viele Taxis fuhren ziellos umher auf Passagierfang. Afrika pur. Wir umkurvten die willkürlich haltenden Autos und überraschend die Strasse überquerenden Kapverdier und bikten ins hügelige Hinterland.

Das Inselinnere ist vorwiegend trocken, obwohl hier bei Mato Inglés früher einige Familien Landwirtschaft betrieben. Dies schien nun wie ein Wunder, die Gegend ist wüstenartig öde. Wir querten einige Gebirgszüge, mit zwei Passfahrten und total gegen 1000 Höhenmeter und gelangten an die völlig verlassene Südküste von São Vicente, zum Strand von Palha Carga. Trotz intensivem Wellengang kann man sich im Meer wunderbar erfrischen.

Bei horrenden Temperaturen von 37° kämpften wir uns die steilen Rampen hoch und rasten dann durch die mondartige Landschaft wieder in Richtung von Mindelo.

São Vicente: Monte Verde (25 km/800 m)

Mindelo - Hauptstadt der Insel São Vicente
Blick vom Aufstieg zum Vulkan Monte Verde runter auf Mindelo.
Der höchste Gipfel der Insel São Vicente ist der Monte Verde (grüner Berg). Der massive Tafelberg ist oft von einer Wolkendecke umhüllt. Auch heute war die Bergspitze bedeckt und von unten in Mindelo nicht sichtbar. Dennoch machten wir uns an den Aufstieg, in der Hoffnung doch noch den vielgepriesenen Panoramablick geniessen zu können. Weitaus mehr Sorgen machten uns die heftigen Windböen, welche vom Meer her bliesen. Die Intensität fegte uns mehrmals beinahe von den Bikes und die Steinbrocken auf der Strasse zeugten von Steinschlag und dies machten das Unterfangen nicht ganz ungefährlich. Immerhin lüfteten sich die Wolken teilweise und liessen den Ausblick auf Mindelo und die Baia das Gatas frei.

Gebirgige Landschaft der Kapverdischen Inseln
Die Landschaft auf den Kapverdischen Inseln kann mal üppig grün sein oder auch wüstenartig karg.

Santo Antão: Porto Novo - Küstenstrasse - Ribeira Tal (47 km/1300 m)

Küstenstrasse auf der Insel Santo Antão
Küstenstrasse auf der Insel Santo Antão mit skurrilen Felsformationen.

Auf zum Inselhüpfen: Zweimal täglich fährt die Fähre von Mindelo auf die Insel Santo Antão, die Insel der Berge und ein wahres Mountainbike-Paradies. Von der Hafenstadt Porto Novo fuhren wir auf der gepflasterten Küstenstrasse gegen Osten. In einem konstanten auf und ab kamen somit 1300 Höhenmeter zusammen.

Auf dieser Seite der Insel Santo Antão schien kein Baum und kein Grashalm zu wachsen, die Landschaft war kahl, felsig, eine riesige Geröllwüste. Leere Flussbette wurden überquert, fast unvorstellbar, dass hier je Wasser fliessen könnte. Der Tunnel bei einem heruntergekommenen Leuchtturm führte wie in eine andere Welt. Die Strasse wurde deutlich enger und war nur noch grob geschottert. Die Ribeira genannten Seitentäler waren plötzlich grün bewachsen, eine äusserst steile Terrassierung trotzte dem Berghang etwas landwirtschaftliche Fläche ab, wo unter anderem Mais, Zuckerrohr, Kaffee, Papayas und Bananen angepflanzt werden.

Wir radelten auf der attraktiven Küstenstrasse, linker Hand eingeengt durch das Bergmassiv, rechter Hand der tosende Atlantische Ozean. In den kleinen Ansammlungen von Häusern wurden wir zwischen freundlich lächelnd und skeptisch beobachtet. Die Kapverdianer sassen unter Schatten spendenden Büschen oder diskret unter den Türrahmen, es schien zu heiss um draussen zu arbeiten und sowieso schienen die wenigsten einer geregelten Arbeit nachzugehen. Unverständnis kam wohl auf, weshalb die Touristen sich bei dieser Hitze diese wellige Route mit dem Fahrrad antun sollten.

Bei Ribeira Grande, dem Hauptort der Insel Santo Antão, bogen wir in ein anfänglich breites Seitental ein. Das traumhaft am Berghang gelegenen Hotel Pedracin Village anerbot sich als guter Ausgangspunkt für weitere Mountainbike Touren in der Umgebung.

Santo Antão: Hochebene Lagoa - Pass - Ribeira Grande (58 km/2100 m)

Bergwelt auf Santo Antão
Im Nebel verhüllte Bergwelt auf dem Weg zur Hochebene von Lagoas.

Schon am Morgen früh ging es los. Wir fuhren mit den Bikes das Tal hinaus gegen das Meer zu. Doch der Blick schweifte viel mehr in die schroffe Bergwelt hoch, wo eine Nebeldecke die obersten Gipfel verhüllte und wo wir uns bald hoch kämpfen würden. Von Meereshöhe galt es mittels zahlreichen Serpentinen rund 1300 Höhenmeter zu erklimmen. Trotz dem bedeckten Himmel herrschte schon jetzt eine drückende Hitze und drückte bald schon den Schweiss aus allen Poren. Die Route führte entlang einer Bergkrete und gab mal auf der linken Seite, mal auf der rechten Seite, abwechslungsweise atemberaubende Ausblicke in die Tiefe der Täler frei. Die Gebirgslandschaft glich einer Theaterkulisse mit ineinander verschachtelten Bergreihen. Diese Region ist relativ vegetationsreich, da hier an den hohen Bergen ab und zu mal Wolken abregnen.

Die gekonnt in den Fels gebaute Strasse zog sich höher und höher hinauf und die nun etwas frischere Luft erleichterte den Aufstieg. Nadelbäume wie Pinien und Zypressen zierten die Landschaft und verbreiteten einen angenehmen Duft, wahres Doping für die Nase. Eine Staubpiste zweigte auf die Hochebene von Lagoa ab. In einem angenehmen auf und ab gelangten wir zum Ausgangspunkt des ersten spektakulären Downhills. Ein langgezogener Trail zog sich steil in ein wildes Seitental runter. Der Pfad Nr. 210 bot ein Top Singletrail Erlebnis. Mal konnte man das Bike flowig laufen lassen, mal kurvte der Web in technisch anspruchsvollen Spitzkehren runter. Äusserst steile Passagen und blockierende Steinbrocken erhöhten das Schwierigkeitslevel noch zusätzlich. Doch der Talboden war noch lange nicht das Etappenziel, es galt nochmals rund 600 Höhenmeter über einen Pass ins Ribeira Grande zu überwinden und die Rundtour schloss sich wieder beim Hotel Pedracin Village.

Santo Antão: Biketrail Fontainhas nach Ponta do Sol (26 km/1550 m)

Mit dem Bike auf dem Wanderweg nach Fontainhas
Der bekannte Wanderweg entlang der Kapverdischen Küste nach Fontainhas, ist auch mit dem Bike äusserst attraktiv.

Zum Einfahren geht es heute Morgen gleich nochmals über den Pass am Ende des Tales von Ribeira Grande. Es folgte eine rasante Abfahrt, mit nur einer Gegensteigung ins Dörfchen Châ de Igreja, bis ans Meer runter.

Hier entlang der Nordküste von Santo Antão führt die bekannte und beliebte Wanderung über Fontainhas nach Ponta do Sol, welche auch mit dem Mountainbike gemacht, jedoch nicht alles gefahren werden kann. Der Küstenweg ist meist gepflastert und wurde spektakulär in die Bergwand gebaut. Wir bikten auf den Klippen mit dem tosenden Meer unter uns und senkrechten Felswänden über uns. Die Route verlangte vollste Aufmerksamkeit, die knapp kniehohe Mauer ist mehr psychologisch wichtig, als ein wirklicher Schutz bei einem Sturz. Der Weg verschwand immer wieder in einer engen Seitenschlucht und kurvte danach erneut direkt auf das Meer zu. Aufwärts musste das Fahrrad schon mal geschoben werden, abwärts war es oft sehr steil und technisch anspruchsvoll.

Nachdem wir wiedermal einen Sandstrand erreicht hatten, galt es nochmals etliche Höhenmeter bis Fontainhas zu bewältigen. Der wie ein Adlerhorst am Berghang klebende Ort wird von tiefen Taleinschnitten und Terrassenkulturen umgeben, ein grüner Farbstreifen in der kargen Landschaft. Als Nachtisch folgte eine rasante Abfahrt bis Ponta do Sol, ein friedliches Dorf auf einer ins Meer hinausragenden Halbinsel.


Fontainhas hoch über der Küste von Santo Antão
Das reizvolle Dörfchen Fontainhas klebt im Gebirge hoch über der Küste von Santo Antão.

Santo Antão: Vulkankrater Cova do Paúl (65 km/1600 m)

Biketrail beim Vulkan Cova do Paúl
Ein spektakulärer Maultierpfad windet sich von der Flanke de Vulkans Cova do Paúl runter in eine fruchtbar Ebene und an die Südküste.

Am heutigen Tag wollten wir nochmals einige Biketrails im Gebirge der Inselmitte erkunden, uns jedoch den anstrengenden Aufstieg ersparen. Deshalb verluden wir die Mountainbikes auf einem Aluguer, einem kapverdischen Sammeltaxi. Auf der Passhöhe angelangt, fuhren wir mit dem Rad zuerst zum rund 1600 m hohen Pico da Cruz hoch, mit herrlichem 360° Panoramablick über die Insel Santo Antão. Durch dichten Föhrenwald radelten wir anschliessend runter in den Krater des Vulkans Cova do Paúl.

Am Nordrand des Kraters stürzte sich ein Maultierpfad in atemberaubenden, in den Fels gehauenen Serpentinen in die bodenlos scheinende Tiefe. Der Weg war äusserst steil, doch mit der entsprechenden Kurventechnik war der Trail meist fahrbar, mit wenigen Schiebepassagen. Der unvergleichliche Blick schweifte über das fruchtbare Vale do Paúl bis an die Küste und das Meer.

Etwas weiter unten schwang sich der Biketrail etwas grosszügiger den Hang runter, durch eine Kaffeeplantage und zwischen Bananenstauden hindurch. Im Talboden waren die kühlen Getränke unwiderstehlich bei diesen mörderischen Temperaturen. Eine gemütliche Abfahrt durch das grüne Tal führte alsdann nach Vila das Pombas an der Küste.

Die Küstenstrasse nach Porto Novo kannten wir bereits, inklusive der fordernden Steigungen und Umwege in die Schluchten hinein. Genau mit der letzten Sonnenstrahlen gelangten wir nach Porto Novo.

Santo Antão: Fast and Furious Trail (30 km/350 m)

Fast and Furious Biketrail der Kapverden
Der Fast and Furious Biketrail führt vom Gebirge runter nach Porto Novo.

Die Südküste von Santo Antão ist karg, wüstenhaft, mit Geröll und Dornengestrüpp. Diese hinterhältigen Pflanzen haben es in sich und sind ein im wahrsten Sinne des Wortes ein Dorn im Auge eines jeden Mountainbikers. Sie sind die Wächter des Fast & Furious Trails, einer staubigen Downhillpiste im Hinterland von Porto Novo. Praktisch kein Biker überlebt den Trail ohne Platten, für Tubeless-Fahrer verbessert sich die Ausgangslage etwas.

Wir standen oben auf 1200 m.ü.M. und musterten die Abfahrt. Bremsen getestet, Helm sass, Handschuhe an, Rennpferde nervös. Es wurde schon jetzt gespottet, wer wohl als erster sein Reparatur-Kit hervorkramen würde. Dann ging es los - schnell und furios wurde herunter geflitzt, nur Staubwolken zurück lassend.

Dann eine erst Busch-Allee, beidseitig wuchsen Bäume mit Dornen wie Nägel. Alles gut gegangen, kein Biker blieb stehen. Bei einem späteren Halt beglückwünschte man sich - zu früh. Eine Inspektion der Reifen zeigte etliche Durchstechungen auf. Der erste von uns machte den Fehler den Dornen raus zu ziehen und innert Sekunden war die Luft draussen. Würde man weiterfahren, könnte es durchaus halten. Zwischenzeitlich waren jedoch weitere Platten Tatsache, der Fast & Furious Trail forderte seinen Tribut.

So kämpften wir uns vorwärts, trotz höchster Konzentration, die abgefallenen Ästchen zu vermeiden, machten wir noch mehrere Reparatur-Stopps. Teure, vom Fachhändler empfohlene Slime-Schläuche erwiesen sich als Reinfall, dicke Spezialschläuche mit wohlklingenden Versprechungen auf der Kartonverpackung waren ihr Geld überhaupt nicht wert. Der Fast and Furious Trail wird immer eine Herausforderung sein, inklusive lustiger Anekdoten beim abschliessenden Schmutzbier.

Santo Antão: Downhill am Ende der Welt bei Tarrafal (15 km)

Downhill runter ans Ende der Welt bei TarrafalDownhill durch die karge Landschaft runter an den schwarzen Sandstrand von Tarrafal de Monte Trigo.
 

Eine steinige, staubige Piste voller Löcher zog in unzähligen Kurven hangabwärts, auf ihrem Weg bis zum Meer und dem kleinen Fischerdorf Tarrafal de Monte Trigo. Die schon fast lebensfeindliche Landschaft auf der Hochebene, in der kaum je ein Regentropfen fällt, liessen Zweifel aufkommen, ob an der Küste überhaupt eine Siedlung bestehen würde.

Jedenfalls war die Abfahrt ein wahrer Leckerbissen für Mountainbiker. Die Piste liess sich sehr flüssig fahren, nicht zu steil und doch konstant rasant runter. Rechterseits tat sich eine riesige Schlucht auf, wo sogar eine Quelle entspringt und weit unten im Talboden einen grünen Streifen mit Vegetation surrealistisch erscheinen liess.

Etwa nach 3/4 der Strecke, bei einem allein stehenden Steinhaus, zweigte rechts ein Weg ab. Zuerst musste das Bike zwar geschoben und getragen werden, dann jedoch konnte man auf dem gepflasterten Pfad runterrutschen und versuchen die Kurven ohne Absteigen zu meistern.

Tarrafal ist eine Oase der Ruhe und Entspannung. Nicht nur wegen der abenteuerlichen Anreise lohnt es sich hier mindestens 2-3 Tage zu verbringen. Für das Mountainbike ist hier zwar eine Sackgasse, jedoch gibt es einige hübsche Wanderungen in der Umgebung. Als Unterkunft unbedingt das Mar Tranquilidade anvisieren, die Steinhäuser direkt am schwarzen Kies- und Sandstrand sind zwar einfach, trumpfen jedoch mit einem unglaublichen Charme auf.

Santo Antão: Westliches Hochplateau und Bordeira del Norte (40 km/ 400 m)

Mountainbiker an der spektakulären Bordeira del Norte Abfahrt
Mountainbiker an der spektakulären Bordeira del Norte Abfahrt.

Eine wunderbare Naturstrasse kurvte durch ein von Vulkanen dominiertes Hochplateau. Der Tope de Coroa ist mit 1980 m der höchste Berg auf Santo Antão und nach dem Vulkan Fogo der zweithöchste Berg der Kapverdischen Inseln. Nach rund einer Stunde Fahrt, bogen wir in einen sandigen Canyon ein, wo nur unter grösster Kraftanstrengung ein Vorwärtskommen auf dem Mountainbike noch möglich war.

Auf der Bergkrete angelangt, tat sich ein beinahe senkrechter Abgrund auf, kaum zu glauben, dass hier an der Bordeira del Norte ein Maultierweg ins Tal hinunter führt, das Top Downhill Erlebnis auf den Kapverden. (siehe Video auf YouTube). Engste Serpentinen und die Steilheit machten den Weg nur teilweise fahrbar. Die Erosion hatte zwei markante Felspfeiler geschaffen, welche wir immer wieder von einem neuen Blickwinkel sahen. Auch weiter unten hatte sich der Canyon in das Gestein gefressen, ein klares Zeichen der Macht der Wassermassen, wenn es denn mal regnet, sammelt sich viel Wasser in den Bergen und stürmt die nur wenigen Kilometer aus dem Tal gegen das Meer zu. Wir taten es dem Wasser gleich und gleiteten mühelos gegen die Küste und zurück nach Porto Novo.

Der Schweizer Veranstalter Bike Adventure Tours hat diese Biketour auf den Kapverden im Angebot.


Mountainbike Trail an der Küste der Kapverden
Fahrtechnik ist gefragt um die engen Biketrails entlang der Kapverdischen Küste zu meistern.

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