Radreise Kuba :: Mountainbike Tour auf der Karibikinsel Kuba


Bike Reise durch Kuba
Kuba ist ein sehr vielseitiges Land für eine Bikereise und der Kontakt mit der herzlichen kubanischen Bevölkerung ein absoluter Höhepunkt.

Mit dem Bike auf einer Rundreise in Kuba

Auf einer Radreise durch Kuba bleibt ausreichend Zeit, Land und Leute intensiv auf sich wirken zu lassen. Tropische Palmenfelder, üppige Regenwälder, grosszügige Tabakplantagen und schneeweisse Sandstrände. Eine Rundreise mit dem Farrad garantiert Abenteuer und Überraschungen und herzliche Begegnungen mit den Kubanern.

Prachtvolle Kolonialstädte und architektonische Schätze in Havanna entdecken, die surreale Landschaft bei Viñales besuchen, Fidel Castros legendärer "socialismo tropical" kennen lernen, den Kult um den Revolutionshelden Ernesto "Che" Guevaras verstehen, die lebenslustigen und herzlichen Kubaner erleben, Cuba Libres und Mojitos degustieren, das karibische Flair und Klima geniessen!

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1. Westkuba: Havanna - Soroa

Zwischenstopp bei Terrazas
Die reizende Umgebung von Terrazas im Biosphärenreservat Sierra del Rosario.

Entlang dem Malecón, der Küstenstrasse der kubanischen Hauptstadt Havanna (La Habana auf Spanisch), mit seinen teils hübsch renovierten Kolonialbauten und teils sträflich verkommenen Häusern, kommt man in die noblen Vororte Vedado und Miramar. Palmengesäumte Boulevards lösen die engen Strassen von Havanna Vieja, der Altstadt Havannas ab. Die Fahrt aus der Metropole zieht sich in die Länge, die verbaute Fläche mit den Wohnbauten der rund 2.5 Millionen Einwohnern ist immens. Dafür ist der geringe Motorisierungsgrad verantwortlich, dass die Strassen häufig sehr schwach befahren sind, ein wahres Biker-Paradies. Endlich öffnet sich auch die Landschaft und der Häuserdschungel bleibt nun definitiv hinter uns.

Der erste Höhepunkt der Bike-Tour ist das Biosphärenreservat Sierra del Rosario, mit vielen endemischen Tier- und Pflanzenarten. Ein asphaltiertes Strässchen windet sich durch eine wildromantische Hügellandschaft mit dichten Wäldern mit tropischer Vegetation. Mitten im Grünen, am Lago de San Juan, liegt die kleine Kommune von Las Terrazas. Die Ortschaft ist auch ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen zu Wasserfällen und Kaffeeplantagen.

In Soroa anerbietet sich der Besuch des Orquidareo, einem Botanischen Garten mit rund 6000 Pflanzenarten aus aller Welt, davon 700 Orchideen. Nicht selten kann man hier auch den Tocororo, den kubanischen Nationalvogel beobachten.


2. Sierra del Rosario

Regenwald in der Sierra del RosarioDas Gebirge der Sierra del Rosario erhebt sich über dem üppigen Regenwald im Westen von Kuba.
Pedro der ZigarrenrollerPedro beherrscht sein Handwerk und weiss alles über die Produktion von Zigarren

Auf kaum befahrenen Nebenstrassen biken wir dem mächtigen Gebirgszug der Sierra del Rosario entlang. Der magere Verdienst im sozialistischen System Kubas verhindert weitgehend den Privatbesitz von Fahrzeugen, weshalb man auf den Strassen häufiger Ochsen- und Pferdefuhrwerken begegnet als Autos. Und wenn dann mal ein Auto kommt, scheint dieses aus einem Automuseum entwendet worden zu sein. Uralte Chevis und Fords der 50er und 60er Jahre schnaufen unwesentlich schneller an uns vorbei und überlassen unseren Lungen eine Dosis stinkende Abgase. Eine Reise nach Kuba ist gleichzeitig eine Zeitreise zurück in eine vergangen geglaubte Epoche.

Nach etwa 80 km erreichen wir das einstige Thermalbad San Diego de los Baños. Einstig, weil das Kurbad völlig zerfallen ist und das Geld für die dringend benötigte Renovation schlicht fehlt. Dafür erhalten wir den Tipp einen Torcedero, einen Zigarrenroller zu besuchen.

Pedro empfängt uns sehr herzlich und lädt uns sofort in sein Haus ein, wo er im Innenhof eine kleine Produktionswerkstätte betreibt. Von der Aussaat der Tabakpflanze bis zur fertigen Zigarre sind mehr als 100 Arbeitsschritte erforderlich, erklärt er mit einem stolzen Unterton. Nach der Ernte müssen die Tabakblätter zuerst getrocknet und dann fermentiert werden. Mit seinen geschulten Augen wählt Pedro die passenden Blätter, um den gewünschten Geschmack, Brennfähigkeit und Stabilität zu erreichen. Seine Zigarren seien die besten in Kuba, meint er sehr ernst. Was so überheblich daherkommt, muss man dem älteren Herren einfach abnehmen, jede Handbewegung wird mit so viel Liebe und Eleganz ausgeführt. Da wir selber absolute Nichtraucher sind, pafft er die Zigarre gerne gleich auch selbst.

3. La Güira Nationalpark und Viñales-Tal

Che Guevaras Höhle Cueva de los Portales
Der Eingang zur Höhle Cueva de los Portales, wo Che die Kuba-Krise meisterte.
Die heutige Radtour führte uns auf hügeligen und anspruchsvollen Strassen durch die Wälder des Nationalparkes La Güira. Die typische ländliche Naturlandschaft im Westen von Kuba mit wunderschönen Ausblicken, lässt uns die Anstrengung rasch vergessen.

Nach der ersten Passhöhe und der folgenden Abfahrt, erreichten wir in einem hübschen Tal, inmitten des üppigen Regenwaldes, die Höhle Cueva de los Portales. Die Höhle diente Che Guevara während der Kuba-Krise im Jahre 1962, als Kuba die militärische Invasion der USA befürchtete, als Hauptquartier.

In der Region von Viñales wachsen spektakuläre Felsformationen (Mogotes) gegen den Himmel. Inmitten der rot gefärbten Talböden und Tabakplantagen thronen die mächtigen Karstkegel und formen eine fast surreale Landschaft, welche mit Bestimmtheit zu den schönsten in Kuba zählt. Zum Übernachten in Viñales anerbietet sich das Hotel Los Jazmines, welches einen besonders eindrücklichen Ausblick auf die Mogotes bietet.

Mit dem Bike durch den Viñales Nationalpark
Die Region von Viñales mit seinen spektakulären Felsformationen (Mogotes) ist eine der schönsten Gegenden in Kuba - mit oder ohne Bike.

4. Viñales Nationalpark

Rundreise im Viñales Nationalpark
Radtour durch den Nationalpark von Viñales.

Heute morgen geht es mal so richtig off-Road mit dem Mountain Bike. Ein abenteuerlicher Trail führt mitten durch die Tabakfelder und zwischen den für das Viñales-Tal charakteristischen Karstkegel durch. Bei einem der Mogotes haben Künstler ein monumentales Wandgemälde geschaffen, das Mural de la Prehistoria, welches die Evolutionsgeschichte der Menschheit darstellt.

Es folgte ein Teilstück auf der regulären Strasse bis Pons. Bei drückender Hitze kam uns der Stand einer Guarapera, welche Zuckerrohrsaft herstellt, genau richtig. Das Getränk ist ungemein erfrischend und eine willkommene Abwechslung zum lauwarmen Wasser der Trinkflasche. Eine Gruppe kubanischer Rennradfahrer hat sich auch hier zur Verschnaufpause eingefunden. Die Fahrräder sind sogar in einem erstaunlich guten Zustand und die Fahrer gewiss auch ambitioniert, erzählen sie doch von der grossen Kuba-Rundfahrt, bei der die ganze Insel durchfahren wird, jedoch mangels Finanzen dieses Jahr nicht stattfinden kann.

Auf einer holprigen Naturstrasse dringen wir tiefer in den Viñales Nationalpark ein. Die Kinder haben soeben die Schule beendet, kommen uns in ihren weissroten Schuluniformen entgegen und winken uns vergnügt zu. Pferde und Ochsen ziehen Wagen mit Güter oder mit uns lautstark anfeuernden Kubanern. Palmen säumen den Weg, hie und da passieren wir die einfache Behausungen der Bauern. Die Familie Chavez lädt uns freundlicherweise zu sich ein und wir geniessen ein feines Mahl mit dem traditionellen Reis mit Bohnen, gerösteten Bananen und zur Feier des Tages gegrilltes Schweinefleisch.

5. Radreise auf das Inselparadies Cayo Santa Maria

Biker im Kolonialstätdchen Remedios
Gemütliches Biken in der Kolonialstadt Remedios.

Um in der zur Verfügung stehenden zwei Wochen noch einen anderen Teil von Kuba befahren zu können, entschieden wir uns einen Transfer bis zur Inselmitte zu nehmen, bis zu dem der nördlichen Küste vorgelagerten Inselarchipel Cayo Santa Maria mit seinen traumhaften Sandstränden.

Die Inseln sind mit einem etwa 40 km langen Damm mit dem Festland verbunden. Doch so spannend sich diese Fahrt über die Karibik bei der Reiseplanung anhörte, machte uns das Wetter nun einen Strich durch die Rechnung. Ein tropischer Sturm brachte ergiebige Niederschläge, so dass wir die Bike-Etappe mit einer Übernachtung in Remedios verkürzten.

Doch im Nachhinein stellte sich das als wahrer Glücksfall heraus. Wir verbrachten einen sehr angenehmen Abend in der lieblichen Kolonialstadt Remedios und machten scheinbar Unmengen Bekanntschaften mit den Fahrern der Bici-Taxis, den Fahrrad-Taxis und trafen lauter nette Leute in den Bars rund um den Hauptplatz und genossen das eint oder andere Bucanero Bier und die bisher besten Mojitos von Kuba.

6. Remedios - Placetas - Guaracabulla - Santa Clara

Fahrrad Tour bei Santa Clara
Fahrrad Tour durch das kubanische Hinterland.

Ein erster Platten verzögerte die Abfahrt etwas. Doch dann ging es umso zügiger voran, in Richtung Südwesten. In den etlichen Dörfer welche wir passierten, wurde uns herzlich zugewunken und aufmunternde Worte zugerufen. Die Herzlichkeit und Lebensfreude der Kubaner entzückt uns täglich von neuem.

In der kleinen Ortschaft Guaracabulla, dem geografischen Mittelpunkt von Kuba, machten wir im Schatten der Bäume des Hauptplatzes unseren Mittagshalt. Innert kürzester Zeit hatte sich der Besuch der Fahrradfahrer herumgesprochen und es gesellten sich einige Leute zu uns. Ebenso schnell tauchten Musiker auf und fingen an kubanische Lieder wie Guantanamera und Chan Chan zu singen. Ganz spontan entwickelte sich eine fröhliche Fiesta zu unseren Ehren.

Die Stadt Santa Clara ist bekannt für sein Mausoleum des Nationalhelden Ernesto "Che" Guevara. Die ewige Flamme simbolisiert das Lebenswerk des ursprünglich argentinischen Doktors für die Revolution und das kubanische Volk. Ein kleines Museum präsentiert persönliche Gegenstände und Fotografien.

7. Santa Clara - Hanabanilla

Hotel am Lago Hanabanilla
Herrlicher Regenbogen über der Hotelanlage am Lago Hanabanilla.

Von Santa Clara sehen wir in der Ferne schon bald das mächtige Gebirgsmassiv des Topes de Collantes. In den kleinen Ortschaften unterwegs ist der Kontakt mit den Kubanern schnell hergestellt, Begegnungen wie man sie nur als Biker machen kann. Woher kommt ihr? Wohin geht ihr? Gefällt euch Kuba? Mal wird man auf Englisch, aber meist auf Spanisch gefragt. Grundkenntnisse der Spanischen Sprache sind Gold wert. Die Kubaner lieben das Kommunizieren, reden viel und unterhalten sich äusserst gerne mit Besuchern. Sogar über das als Taboo geglaubte Thema, das politische System und deren Herrscher, die Gebrüder Fidel und Raul Castro. Immer wieder kann man Brocken an Informationen bekommen.

Unser heutiges Ziel ist der riesige Stausee von Hanabanilla. Der Schlussaufstieg hat es in sich, doch es lohnt sich. Unser Hotel, ein sozialistischer Betonbunker, thront an bester Lage über dem See und bietet einen traumhaften Ausblick. Heftiger Regen vermieste uns am Nachmittag zwar die Bootsfahrt auf dem See, doch die Siesta war auch mehr als willkommen.

8. Hanabanilla - Trinidad, Königsetappe über den Topes de Collantes

Hanabanilla See in der Sierra Escambray
Hanabanilla See in der Sierra Escambray, beim Topes de Collantes Nationalpark.

Die Gebirgswelt der Sierra del Escambray ist eindrücklich. Die Region wird durchzogen von Regenwald, aber auch von Pinien- und Eukalyptusbäumen. Im Nationalpark Topes de Collantes sind viele endemische Tier- und Pflanzenarten anzutreffen. Ferner prägen Seen, Flüsse, Wasserfälle und Höhlensysteme das Landschaftsbild. Die Gegend eignet sich gut für Mountainbike Touren und wäre auch ein tolles Wandergebiet.

Doch wir sind mit dem Bike hier und ein saftiger Aufstieg erwartete uns. Der Topes de Collantes ist zwar "nur" etwa 800 m hoch, doch wir sollten heute auf total ca. 1500 Höhenmeter kommen. Die anfängliche Abfahrt vom Hanabanilla-See in die Ortschaft Manicaragua war zu schön um wahr zu sein. Die Strasse fing anschliessend sofort an zu steigen, zuerst sachte durch Landwirtschaftszonen, dann anspruchsvoller hoch in das Gebirge der Sierra del Excambray. Die Passhöhe jedoch war eine grosse Enttäuschung: Ein überdimensionierter Betonbau der Höhenklinik und Kurhotel verschandelte die natürliche Schönheit des Nationalparkes! Statt einer wohlverdienten Pause entschlossen wir uns somit gleich die Passabfahrt hinunter ans Meer nach Trinidad in Angriff zu nehmen.


Valle de los Ingenios vom Torre Iznaga
Ausblick vom Aussichtsturm Torre Manaca Iznaga über das Valle de los Ingenios, das Tal der Zuckermühlen.

9. Trinidad - Valle de los Ingenios

Zauberhafte Kolonialstadt TrinidadDie hübsche Kolonialstadt Trinidad ist von der UNESCO geschützt.
Musik ist allgegenwärtig in KubaEin bikender Musiker oder musizierender Biker - kubanische Musik live.

Trinidad vermittelt das Gefühl, als sei die Zeit stehen geblieben, es schwebt die Atmosphäre des vergangenen Jahrhunderts über der Stadt. Die Leute haben noch Zeit für ein Schwätzchen, Musiker spielen ganz spontan auf der Strasse auf, ältere Menschen dösen in ihren Schaukelstühlen vor der offenen Haustüre, einige Jugendliche basteln an einem Oldtimer herum, beobachtet von kubanische Zigarren rauchenden Senioren.

Eingebettet zwischen karibischen Meer und der Sierra del Escambray als Hintergrundkulisse liegt Trinidad, die wahrscheinlich schönste Kolonialstadt in Kuba und ein von der UNESCO geschütztes Weltkulturerbe (Info der UNESCO). Die mit Statuen und Palmen geschmückte Plaza Mayor bildet das Herz von Trinidad. Mit roten Ziegeldächern gedeckte Häuser säumen die engen Gassen. Prächtige Herrschaftshäuser der ehemaligen Zuckerbarone bilden einen gewaltigen Kontrast zu den teils baufälligen Häusern.

Eine lohnenswerte Radtour führt von Trinidad durch das Valle de los Ingenios, das Tal der Zuckermühlen, zum Torre Manaca Iznaga. Von der Turmspitze überwachten Aufseher die Zuckerrohr-Sklaven und meldeten Fluchtversuche per Glocke. Hier schlug einst das ökonomische Herz von Kuba, dank dem Zuckeranbau. Heute ist das Valle de los Ingenios eine geschützte und bei Touristen beliebte Kulturlandschaft.

Die Gegend hat durchaus auch für Biker ihre Reize. Auf flowigen Naturtrails lenkten wir das Fahrrad durch Zuckerrohr- und Schilffelder. Entlang (höchstwahrscheinlich) stillgelegten Eisenbahngleisen verschafften wir uns auch durch unzugängliches Gebiet eine aufregende Bike Route. Wegen dem vielen Dornengestrüpp, sollte man jedoch unbedingt mit passendem Reparaturwerkzeug und/oder Ersatzschläuchen ausgerüstet sein.

10. Playa Ancon - Cienfuegos

Strand Playa Ancon bei Trinidad
Der Strand der Playa Ancon bei Trinidad ist der schönste an der Südküste.

Übernachtet hatten wir in einem Hotel an der Playa Ancon. Die gleich bei Trinidad gelegene Playa Ancon gilt als schönster Strand an der Südküste. Etwas Strand und Karibik zum Erholen. Doch so schön das Herumlümmeln im Liegestuhl an einem karibischen Traumstrand auch sein mag, auf dem Bike auf Reisen sein übertrifft das um ein Vielfaches.

Bei brütender Hitze radelten wir der Küstenstrasse entlang in Richtung Nordwesten. Als Reiseziel legten wir die Kolonialstadt Cienfuegos fest, die Stadt mit ihrem französischen Flair, den schmucken Bauten aus dem 19. Jahrhundert und grosszügigen Parkanlagen. Zur Feier des Tages gab es ein feines kubanisches Nachtessen und einen gemütlichen Abend mit Cerveza Bucanero und einigen Mojitos – viva Cuba!

11. Hauptstadt Havanna (La Habana)

Kapitol von HavannaPrachtsexemplare von 60er Jahre Autos vor dem Capitolio von Havanna.
Altstadt von HavannaFarbenfrohe Architektur in Habana Vieja, der Altstadt von Havanna.

Nach der erfolgreichen Bikereise nahmen wir uns noch ausgiebig Zeit Kubas Hauptstadt Havanna kennen zu lernen. Die Stadt hat unheimlich viel zu bieten und zwei bis drei Tage sind sicher angebracht für einen ausgiebigen Besuch. Alternativ kann man auch relativ einfach einen Transfer nach Varadero arrangieren, dem beliebten Ferienort an der Nordküste von Kuba, mit seinen traumhaften Sandstränden und türkisblauem Meer.

In Havanna pulsiert das Leben: Kultige Bars, noble Restaurants, prächtige Kolonialbauten, einladende Plätze, stimmige Salsa-Musik, revolutionäre und sozialistische Propaganda, museumswürdige Oldtimer, belebte Uferpromenade Malecon und die Kunst der Kubaner, trotz aller Widrigkeiten eine derartige Freundlichkeit und Lebensfreude auszustrahlen.

Mit rund 2.5 Millionen Einwohnern ist Havanna die grösste Stadt in der Karibik. Die historische Altstadt Habana Vieja wird durch die beliebte Fussgängerzone der Calle Obispo durchzogen. Die Plaza de Armas und Plaza de la Catedral laden zum Verweilen.

Das an die Altstadt anschliessende Centro Habana wird im Norden durch die vibrierende Lebensader des Malecon begrenzt. Im Revolutionsmuseum lernt man alles Wissenswerte zur jüngsten Geschichte Kubas rund um Fidel und Raul Castro und Ernesto "Che" Guevara, wenn auch mit einer sehr einseitigen Darstellung von angeblich "Gut und Böse". Das prächtige Capitolio ist eines der Wahrzeichen Havannas. Gleich nebenan befindet sich die Fabrica de Tabacos Partagas, die älteste Tabakfabrik des Landes. Die Plaza de la Revolucion liegt etwas ausserhalb. Hier hielt Fidel Castro einst seine energischen Reden zum kubanischen Volk und trichterte den Kubanern das sozialistische Politsystem ein.

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