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Reisebericht und Reisefotografie China

 

China Reisefotografie
China Reisefotografie >> ¦ China Travel Photography >>

 



Reiseberichte und Reisefotografie einer individuellen Reise durch China
China und die Chinesen: Amüsante Erfahrungen mit der chinesischen Lebensweise
Hong Kong: Die faszinierende Wolkenkratzer Metropole
Li Fluss Tour: Mit einem Boot durch diese imposante Karststein Landschaft
Bus Abenteuer Guangxi und Guizhou: Ein Reisebericht einer nimmerendenden Busfahrt
Kreuzfahrt Yangtze: Durch die drei Schluchten des Jangtse Flusses
Nachtzug nach Xian: Mit der Bahn unterwegs


Tiananmen Platz
Mao und sein Tor des himmlischen Friedens in Peking
The Front Gate of Tiananmen Square in Beijing
Das Front Tor des Tiananmen Platzes in Peking
Mao smiling from the Gate of Heavenly Peace, the entrance to the Forbidden City
Mao lächelt vom Tor des Himmlischen Friedens, dem Zugang in die Verbotene Stadt

Die Grosse Chinesische Mauer zieht sich über die Hügel
Die Chinesische Mauer mit einem Wachtturm
The Great Wall, one of the New World Wonders
Die Grosse Chinesische Mauer gehört unbestritten zu einem der Neuen Sieben Weltwunder.
The Great Wall is over 6000 km long
Die Grosse Chinesische Mauer misst über 6000 km

China und die Chinesen

 
 

Als Reisender sind die Verhaltensweisen der Chinesen nicht immer leicht zu verstehen, wirken befremdend und bei einigen wirkt das sogar wie ein Kulturschock. Doch schlussendlich ist es einfach anders und somit interessant und manchmal amüsant. Hier einige Auszüge aus meinen (amüsanten) Erfahrungen.

Die Speisekarten in China sind meistens nur in chinesisch. Was tun? Am besten einfach die Augen schliessen, den Finger über der Karte kreisen lassen und das Schicksal entscheidet. Bin damit immer gut gefahren und man probiert Dinge, die man sonst vielleicht gar nicht auswählen würde. Die Chinesen essen alles was kreucht und fleucht, Hunde, Frösche, Schnecken, Aale und anderes Getier. Und das beste dabei: Es darf nach herzenslust geschlürft und geschmatzt werden. Also, einfach ausprobieren!

Bei feierlichen Anlässen wird immer sehr viel gegessen und getrunken. Beim Alkohol gibt es wie eine Art Kampftrinken: Anstossen, runtergurgeln, auffüllen, anstossen… Mit jedem Mittrinker sollte man mindestens dreimal anstossen, um sich als guter Freund zu bestätigen und nicht das Gesicht zu verlieren. Also bei vielen geladenen Gästen kann das noch zu einer echten Herausforderung werden, denn wer möchte schon sein Gesicht verlieren?

Die Chinesen rauchen schlimmer als jeder Kamin. Das kann auch gut mal während dem Essen sein und am liebsten dort, wo es so Schilder mit rot durchgestichenen Zigaretten hat.

Chchchch, da ist es wieder, dieses unangenehme, Speichel ansammelnde Geräusch. Und pflatsch, rausgespuckt kommts. Spucken ist in China gang und gäbe, auch mal auf Teppiche im Restaurant oder wie auch schon, (hoffentlich aus Versehen), auf meine Füsse.

Wenn man einen Chinesen mal nicht versteht, entweder weil man des Chinesischen unkundig ist oder sonst ist halt der Strassenlärm schuld, schreiben sie es netterweise immer auf, in ihren wunderschönen Schriftzeichen, zum besseren Verständnis. Alles klar?

Statt dem Warteschlangen Prinzip bevorzugen sie das Alle-Auf-Einmal-Ellbogen-Prinzip. Da bildet sich halt eine grosse Menschenansammlung vor dem Schalter und derjenige der lauter schreit und das Geld durch das Schalterloch zu stecken vermag, wird sofort bedient. Logisch, oder?

Die öffentlichen Toiletten, sprich diese Kauer-Löcher, reihen sich oft ohne Türen eins ans andere. Wohl oder übel habe ich somit herausgefunden, dass kein einziger Chinese ohne Zigarrette oder Zeitung sein Verdautes los wird.

Die Sprache ist auch ein gutes Thema. Wegen einem groben Mangel an Englisch Kenntnissen wird man den ganzen Tag über mit “Good Morning” begrüsst. Aber schon bei einer einfachen Frage, wird einem eher peinlich zugekichert als geantwortet. Wobei die meisten Reisenden auch nur knapp mit einem “Ni hao” grüssen können, wenn überhaupt.

 


Sommer Palast in Peking
Chinesisches Mädchen
Dragon guarding the Summer Palace in Beijing
Ein Drache bewacht den Sommer Palast in Peking
Chinese girl posing in one of the many parks in Beijing
Ein Chinesisches Mädchen in einem der vielen Parks in Peking

Hong Kong

 
 

Hong Kong ist eine kuriose Mischung zwischen östlicher und westlicher Kultur und ein sehr guter Ausgangspunkt für China und den asiatischen Kontinenten. Hong Kong ist eine sehr moderne Stadt mit einer rekorverdächtigen Dichte von wirklich fast an den Wolken kratzenden Wolkenkratzer. Irgendwie wurde man an futurischische Science Fiction Filme erinnert, nur statt fliegenden Raumschiffen, dominieren doppelstöckige Buse und doppelstöckige, hölzerne Trams den Strassenverkehr. Die Bürogebäude versuchen sich durch immer noch extravagantere Architektur zu übertrumpfen. Die Wohnblocks jedoch sehen nicht immer so einladend aus, die Wohnungen scheinen sehr klein zu sein. Zudem stehen die Gebäude so eng beieinander, dass es in dieser Stadt sicher nie eine Big Brother Staffel gab, auch so erhält man bestens Einblick in das Leben der tiefer lebenden Nachbarn. Dieser Wahn in die Höhe zu bauen wird von den Eiheimischen immer dem Platzmangel zugesprochen, dabei nimmt die Stadt nur 10% des ganzen Gebietes der Sonderverwaltungszone ein.

Shopping, shopping, shopping! Es scheint fast nichts Wichtigeres im Leben der Bewohner und Besucher zu geben. Unzählige piekfeine Einkaufsarkaden mit den exklusivsten Marken der Welt locken zum Kreditkarten zücken. War fast schon stolz den Rucksack bei der Abreise wieder mit den selben Dingen zu bepacken, mit welchen ich angereist war.

Das Hotel sollte man unbedingt einige Tage vor der Ankuft übers Internet buchen, da kann man die Zimmer bis zu 50% billiger bekommen! Dabei ist es ratsam den Aufenthalt genau zu planen. Als ich nämlich an der Rezeption um einen Tag verlängern wollte, kostete das gleiche Zimmer plötzlich US$ 40 mehr. Als Alternative wurde mir angeboten, einen Internet Anschluss zu suchen und das Zimmer so wieder zu buchen oder in ein empfohlenes Reisebüro zu gehen. Als ich nach einer Stunde Reisebüro und Internet Cafe suchen bei über 40 Grad die Schnautze voll hatte, bezahlte ich halt den verlangten Aufpreis. 

Das China Visum kann man übrigens problemlos in Hong Kong beantragen. Normalerweise dauert es 3 Arbeitstage, oder mit einer Express Gebühr war meines am gleichen Tag bereit. Für Hong Kong selbst braucht man bis zu drei Monaten kein Visum.

 


Hong Kong Skyline vom Victoria Peak aus
Der Victoria Harbour von Hong Kong mit Star Ferry
Impressive Hong Kong Skyline as seen from Victoria Peak
Hong Kong Skyline vom Victoria Peak aus
Victoria Harbour with Star Ferries
Der Victoria Harbour von Hong Kong mit Star Ferry

Hong Kong Strassen Dschungel
In China ist man niemals alleine
Downtown Hong Kong
Hong Kong Stadt Zentrum
You are never alone in China
In China ist man niemals alleine

Li Fluss Tour

 

 

Die Attraktion war bekannt, mit einem Boot durch die faszinierende Karststein Region des Li Flusses von Guilin nach Yangshuo zu gleiten. Anbieter gab es auch im Überfluss, viele davon haben ihre Büros in der gleichen Strasse entlang des Flusses. Doch was nützen die riesigen Werbetafeln, weichen Sofas und verlockenden Poster, wenn die Angestellten drinnen gelangweilt auf den zusammen geschränkten Armen eingeschlafen sind? Und wenn man durch das Betreten mal jemanden aufgeschreckt hat, verstehen sie keinen Piep von irgendeiner Fremdsprache.

Somit erhielt Mike den Zuspruch, da er wenigstens einigermassen verständlich Englisch sprach und jeden seiner Sätze mit mindestens einem "beautiful" schmückte. Die von ihm gebrauchte Verkaufsmasche, es habe nur noch wenige Plätze verfügbar, war zwar allzu druchschaubar, dafür nützte meine schauspielerisch aufgesetzte Zweiflermiene und der Preis senkte sich für jede extra Denkrunzel die ich auf die Stirn simulierte.

Am nächsten Morgen, als ich schon über eine Stunde in der Rezeption auf Akton gewartet hatte, kam plötzlich ein Junge herein gekeucht, schaute sich kurz um und streckte mir denn sein Handy entgegen. Jemand fing an auf mich einzuplaudern. Erst nach einigen Sätzen erkannte ich das Geschwätz als nicht chinesisch und kurz vor dem Auflegen glaubte ich Mikes Englisch herausgehört zu haben. Was auch immer er gesagt haben mochte, ich schätzte mal ich sollte dem Handybesitzer folgen und das tat ich dann auch.

Mit einem Minibus ging es zuerst mal in die Gegenfahrtrichtung, so dass uns alle entgegen kommenden Fahrzeuge erfreut zuhupten. Nun dachte ich wir würden noch die vielen anderen Reisenden in ihren Hotels abholen, da ich ja einen der letzten Plätze ergattert hatte. Somit fragte ich das den Fahrer mal auf Englisch. Er antwortete auf chinesisch, dass das nicht der Fall sei. Obwohl der Li Fluss mitten durch die Stadt Guilin fliesst, waren wir jetzt weit draussen im Grünen, auf einer Schnellstrasse. "Wohin gehen wir eigentlich?" fragte ich neugierig und etwas beunruhigt. "Beautiful, beautiful", gab er mir bereitwillig Auskunft. Endlich kamen wir zu einem Stopp. Ich übersetzte das was der zu mir umgedrehte Fahrer sagte als "aussteigen" und tat das auch sofort. Nun wurde ich erneut mit Mike am Handy verbunden und mitten in seinem Redeschwall verstand ich die Wörtchen "wait" und "eat". Nichts einfacheres. Im Haus gleich nebenan wurde mir eine Schüssel Reis mit Fleisch für fünf Personen aufgetischt. Während ich völlig konzentriert mit den Stäbchen das Essen in den Mund schauffelte, hielt mir plötzlich erneut jemand ein Handy ans Ohr. "Ich solle der Frau folgen", lauteten die Instruktionen und ich kam mir vor wie auf einer Geheimmission. Doch statt einer James Bond würdigen Schönheit, führte mich eine ältere Dame auf ein längliches, grünes Boot. Obwohl ich aus klischeehaften Gründen das Auftauchen eines graubartigen Kapitäns mit weisser Mütze erwartete, hüpfte die angebliche Spionin selbst hinter den kleinen Kontrollpult und brachte den Motor zum Laufen. Es konnte endlich los gehen.

Die Gegend ist wirklich sehr hübsch. Der Li Fluss zieht mit grossen Bogen zwischen den vielen, grün bewaldeten Karststein Bergen durch. Die Landschaft übertrifft sich immer wieder selbst an Schönheit, während das Boot friedlich gegen Yangshuo tuckerte.

Schlussendlich hatte also alles super geklappt. Aber wie haben wohl die Chinesen solche Trips vor dem Zeitalter der Mobil Telefone organisiert?

 


Pagoden von Guilin
Tempel in Guilin
These pagodas are located on the edge of a lovely lake in the center of Guilin
Die Pagoden von Guilin liegen an einem niedlichen See im Zentrum der Stadt
Temple in Seven Star Park in Guilin
Tempelanlage im vielseitigen Seven Star Park in Guilin

Bootsfahrt auf dem Li Fluss
Karststein Felsen Landschaft am Li Fluss
Li River is best discovered by boat
Der Li Fluss lässt sich am besten mit einem Boot erkunden
Karst topography along Li River
Karststein Felsen Landschaft am Li Fluss

Das niedliche Städtchen Yangshuo
Bei Yangsuo gibt es viele spektakuläre Berge und Höhlen
Lovely Yangshou surrounded by limestone peaks
Das niedliche Städtchen Yangshuo am Li Fluss
Yueliang Shan, Moon Hill, is one of the attractions around Yangshuo
Yueliang Shan, der Mond Hügel ist eine der Attraktionen bei Yangshuo
 
Bus Abenteuer in den Staaten Guangxi und Guizhou

 

 

Bus oder Bahn?

Bus oder Bahn? Oft hat man in China beide Transportmittel zur Auswahl. Der Zug ist grundsätzlich gemütlicher zum Reisen, speziell in den Gegenden wo noch keine modernen Autobahnen existieren. Zudem kommt man auf längeren Nachtfahrten in einem Schlafabteil ausgeruhter ans Ziel, als in einem Bussessel. Der Nachteil sind die Fahrpläne. Oft fahren nur wenige Züge in die gewünschte Richtung und die heiss begehrten Tickets sind schon Tage im voraus ausverkauft. Am Bahnhof zumindest, Reiseagenturen können manchmal gegen einen Aufpreis noch kleine Wunder bewirken. Oder auch einem Taxifahrer habe ich schon ein Zugticket abgekauft.

Wie man in China Brücken überbrückt

In der einsamen Grenzregion der beiden Staaten Guangxi und Guizhou war der Bus die einzige Möglichkeit. In Guilin war alles noch sehr nobel, all 20 Minuten fahren die Busse gegen Nordwesten und es war kein Problem einen Platz zu erlangen. Doch die Fahrt sollte nicht lange dauern, eine Baustelle bei einer Brücke machte ein Weiterkommen unmöglich. Doch durch Zufall oder gut organisiert, stand auf der anderen Seite des Flusses ein anderer Bus bereit uns aufzunehmen. Also, schnell durch den Dreck stampfen und auf einem Beton Mäuerchen rüberbalanzieren und weiter ging die Reise.

Unterwegs mit dem Mitternachts-Express

Die Gegend hier ist bekannt wegen den auf steilen Berghängen angelegten Reis Terrassen. Deshalb hatte ich vor von Longsheng aus in ein Reisbauern Dorf zu gelangen, um mir das genauer anzusehen. Sobald also der Bus auf einem dreckigen Innenhof in Longsheng zu einem Halt kam, umringten mich schon einige wünderschön gekleidete junge Frauen und wollten mir ihre Unterkunft in ihren Dörfern schmackhaft machen. Wie so oft beschränkte sich die Konversation auf die paar Fotos die sie mir zeigten und auf die Zeichensprache. Somit wählte ich einfach mal die netteste der Damen aus und folgte ihr zu einem Minivan, der uns in ihr Dorf bringen sollte.

Reisebereit hockten wir nun zu zehnt mitsamt Gepäck in diesem 8-Plätzer, doch der Fahrer war noch mit jemandem in ein heftiges Gespräch verwickelt. Bald darauf mischten sich die anderen Fahrgäste auch einer um den anderen ein, jeder gab seinen Kommentar ab und die Stimmen wurden immer lauter. Ich schätzte mal, da wollte noch jemand unbedingt mitfahren und da es schon am Eindunkeln war, war das vielleicht die letzte Möglichkeit. Also opferte halt ein Fahrgast seine Beine als zusätzlichen Sitz. Nun rumpelten wir endlich los. Nach einer guten halben Stunde merkte der Fahrer aber, dass er zu wenig Benzin haben werde, um ans Ziel zu gelangen. Also diese halbe Stunde wieder zurückgefahren, um zu tanken.

Und nochmals ging es los. Meine Beine schmerzten mich jetzt schon wegen dem drückenden Rucksack auf den Knien und Null Beinfreiheit. Doch es sollte noch einiges schlimmer werden. Von wegen in der Nähe des Städtchens Longsheng, der VW Bus stieg sicher noch zwei Stunden bei stockdunkler Nacht den Berg hoch und bei dieser immer gleichen Sitzposition kam ich effektiv an die Schmerzgrenze. So viel zu Verständigungsproblemen mit verführerisch hübsch gekleideten Einheimischen.

Die Reis Terrassen bei Dazhai

Erst am nächsten Morgen, als ich verschlafen aus dem Fenster schaute, erkannte ich die herrliche Lage des Bauernhauses, welches mir gestern Abend Unterkunft gewährte. Auf allen Seiten glitzerte das Wasser der Reis Terrassen im ersten Morgenlicht. Nach einem etwas ungewohnten Frühstück, natürlich aus einer Schüssel Reis bestehend, machte ich mich auf eine Erkundungstour. Nun brachte ich auch in Erfahrung, dass ich mich in Dazhai befand, einem winzigen Dörfchen, weit abgelegen in einem Seitental. Wie aber kam ich von hier weiter?

Gegen Mittag wartete ich mit vielen Einheimischen bei einem Unterstand auf ein Transportmittel. Ich schien Glück zu haben, schon bald kurvte ein Minibus huppend um den letzten Felsbrocken. Andererseits hätten all die Leute sicher drei bis vier Busse füllen können, ob ich wohl einen Platz ergattern könnte? Lustigerweise stellte sich heraus, dass die paar Holzbänke der Haltestelle mehr als Treffpunkt zu einem gemütlichen Schwatz dienten und schlussendlich stiegen gerade mal fünf Personen in den Bus ein.

Die enge Schotterstrasse wand sich holprig zwischen den Bergflanken und einem stattlichen Bach durch. Eine Konzentrationsnachlässigkeit hätte fatale Folgen gehabt. Doch der geschickte Fahrer meisterte die Strecke zurück nach Longsheng problemlos.

Auf der Fahrbahn die keine war

Kaum ausgestiegen, wurden meine Ohren gleich von etlichen Bus Helfershelfern mit den Name von Ortschaften bombardiert. Als ich meinte einen Namen einer westich gelegenen Stadt zu hören, folgte ich derjenigen Person zu einem bereits fast davonrollenden Gefährt. Tatsächlich mussten die Fahrgäste auf der hintersten Sitzreihe unter Nasenrümpfen zusammenrutschen, damit ich Platz nehmen konnte. Die Strasse war in einem furchtbaren Zustand. Riesige Löcher liessen Zweifel aufkommen, ob es überhaupt eine Fahrbahn war. Nur schien das den sich hinter einer Mafiosi Sonnenbrille versteckende Fahrer wenig zu beeindrucken. Entweder riss er vor so einem Hinderniss einen Notstopp, so dass der hier schreibende Fahrgast von seinem ungeschützten Sitz in der Mitte fast durch den Gang geschleudert wurde, oder es ging Vollgas über die Aushöhlung und wir alle der hintersten Reihe hatten temporär den Hintern in der Luft.

Begegnung mit den Volksminderheiten von China

Die Route führte den ganzen Tag auf der rechten Uferseite einem Fluss entlang. Hie und da passierten wir Dörfer aus reinen Holzhäusern, wo Passagiere ein- und ausstiegen. Schmale Hängebrücken verbinden auch Siedlungen auf der anderen Seite des Flusses. Diese Gegend ist bekannt für seine Volksminderheiten. Die Leute kleiden sich sehr traditionell und oft dominiert eine bestimmte Farbe. Die Frauen haben bis knielange, schwarze Haare, welche sie aber mit Hilfe eines Kamms und einer Mütze über den Schultern tragen. Auch schwere Ohrringe, welche die Ohrläppchen runterziehen und grosse Löcher entstehen lassen, sind sehr beliebt. Auffällig ist, dass die Leute sehr gelassen wirken und sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen. Da kann der Bus noch so nahe vorbeirasen, die Reifen nur Milimeter von den Zehenspitzen entfernt, doch sie bleiben lieber in der so typischen Kauerstellung, schauffeln mit den Essstäbchen Reis in den Mund, plaudern, spielen Karten oder bestenfalls schauen sie sich um, aber niemals würden sie weichen. Scheint ein sehr gefährlicher Ehrenkodex zu sein.

Nach fünf Stunden erreichte der Bus Sangjiang und so gut druchgeschüttelt hatte ich sicher mal genug für Heute.

Kommunikation per Pappkarton

Als ich am nächsten Tag reiseberiet in den Busbahnhof eintrat und den Reiseführer mit dem chinesischen Ortsnamen aufgeschlagen an die Glasscheibe drückte, ramschte die Angestellte in einer Schublade rum und drückte nun ihrerseits einen Pappkarton an die Scheibe: Go to the other terminal. Herrlich wie man so wortlos kommunizieren kann.

Der chinesische Karaoke Bus

Der Fingerspitze der Dame folgend, eine lange Brücke überquerend, gelangte ich zu dem anderen Busterminal. 10 Minuten später holperten wir im nächsten Minibus von dannen. Drei kleine Ventilatoren versuchten erfolglos die Schweiss Ströme zu lindern, aus dem Fernsehgerät dröhnten abwechselnd herzzerreissende Schnulzen im Karaoke Stil zum Mitsingen und billige Hong Kong Actionfilme, wo hunderte in den Maschinengewehr Salven zu sterben scheinen und er Held in der Luft schwebend etliche Feinde vernichtende Fusstritte verabreichen kann. Zudem klingelte all paar Minuten irgendwo ein Handy. Es ist wirklich unglaublich wie weit verbreitet das kleine Teil ist. Da kann jemand noch so ärmlich aussehen, mit selbstgeflochtenen Sandalen und löchrigen Kleidern, ein Telefon haben immer alle dabei. Ausserdem lieben es die Chinesen laut zu sprechen, als möchten sie, dass alle Mitreisenden ihre Gespräche auch mitverfolgen können.

Der Bagger ist nicht nur zum Baggern da

Plötzlich kam der Bus zu einem abrupten Stopp. Ein Lastwagen mit einem fehlenden Rad machte in einem Engpass die Weiterfahrt unmöglich. Ich wollte mich soeben mit einem Buch auf eine längere Reparatur Wartezeit einstellen, als ein mächtiger Bagger eine Geröllhalde meisternd die Kolonne umfuhr. Mit der reisigen Schaufel drückte er den Lastwagen an die Wand, damit die anderen Fahrzeuge passieren konnten. So einfach war das.

Der Fahrer schien richtig aufzublühen, da die Strasse wieder frei war. Von den drei Pedalen war nur noch das Gaspedal gut genug. Das Bremspedal wurde durch Hupen ersetzt. Die Gegenfahrbahn wurde zur privaten Überholspur, alle kleineren und schwächeren Verkehrsteilnehmer wurden an den Strassenrand verdrängt. Das einzig gute an diesen mörderischen Fahrstil war, dass wir bald schon in Congjiang ankamen.

Jiang irgendwas

Die gelangweilt Trauben kauende Angestellte hinter dem Schalterfenster im Busterminal von Congjiang, schüttelte nur den Kopf, als ich den Namen der Provinzhauptstadt Rongjiang aussprach. Auch auf das Nennen der nächst grösseren Stadt gab es wieder das gleiche Kopfschütteln, samt einer handvoll Trauben in den Mund. Genau hinter mir, entlang der ganzen Breite der Schalterhalle, hockten sicher gegen 30 junge Männer rum und beobachteten interessiert, was der Ausländer jetzt wohl machen würde. Dieser schritt mit seinem hinten und vorne geschulterten Rucksäcken vorbei, nahm die Treppe zu den Bussen runter und fragte nun jeden, der wie ein Busfahrer aussah, nach Rongjiang. Jedesmal sagte ich das Wort etwas anders, abwechselnd sagte ich Rongtschiang, Ronchiang, Roniang, mal mit Betonung auf der mittleren Silbe, mal auf der letzten.

Mein hingehaltener Papierfetzen mit den Namen in unserem Alphabet nützte erwartungsgemäss überhaupt nichts, die chinesische Schreibweise des Namens war mir unbekannt. Rontschan? Ronschan? Rongtschan? Die Leute schauten mich belustigt an, einige Zuschauer hatte ich schon im oberen Stock gesehen, die Show hatte sich von der Schlaterhalle auf die Abfahrts Plattform verschoben. Entschlossen setzte ich meine Strategie fort und versuchte den Ortsnamen richtig auszusprechen. Ein Missverständnis könnte gröbere Konsequenzen mit sich bringen. Die ganze Region war voller "jiangs" (Sangjiang, Congjiang, Rongjiang, Dongjiang, Fongjian, Gongjiang) und ein falscher Jiang-Bus würde mich wiederum einige Stunden tiefer ins Niemandsland bringen.

Endlich fand ich einen Minibusfahrer, der behauptete in die besagte Stadt zu fahren. Stolz zeigte er mir die zwei chinesischen Zeichen auf der Frontscheibe seines Buses, was seinen Andeutungen an eben Rongjiang sei. Das Zeichen für Jiang kannte ich in der Zwischenzeit, es stand auf sicher der Hälfte der Busse, aber wie zum Teufel schreibt man Rong? Alles tönte viel zu ähnlich. In einem regelrechten Wortgefecht rongjiangierten wir das Wort etliche mal hin und her bis wir es ähnlich aussprachen und ich schlussendlich einstieg. Aber sicher und erleichtert war ich erst, als ich 6 Stunden später im Städtchen ankam und eines der zwei Hotels Rongjiang hiess. Ich würde also von diesem elenden Namen noch in den Träumen begleitet!

Parallelen eines Flughafens und eines Busterminals

Auf einem Flughafen lächelt einem immer modern uniformiertes Personal an, welches nicht nur wegen einem geeigneten Lebenslauf, sondern sicher auch wegen einem attraktiven Äusseren den Job erhalten hat. Beim Busterminal von Rongjiang lächelte mir ein zwei Zähne missender Typ mit nachtem Oberkörper zu und fragte mich wahrscheinlich wohin ich wollte. Diesmal fand ich den Städtenamen zum Glück im Reiseführer und konnte ihm die zwei Zeichen zeigen. Darauf führte er mich zu einem der drei bereitstehenden Bussen und tatsächlich waren die Zeichen auf der Windschutzscheibe identisch. Wie fragt man nun: Um wieviel Uhr fährt der Bus ab? Ganz einfach, man schreibt die jetzige Uhrzeit auf, deutend auf den Bus und zuckt mit den Schultern. Darauf hin schrieb er 9:30 nebenan, also in 20 Minuten. Zu meinem Erstaunen setzte er sich dann pünktlich gleich selbst ans Steuer, ich hatte also vom Piloten höchstpersönlich Auskunft erhalten. Er setzte nach einigen Fehlversuchen das Gefährt in Bewegung, zwar immer noch mit zwei Zahnlücken, aber dafür mit einem über den Bauchnabel hochgekrempelten, weissen T-Shirt, der offiziellen Uniform der Busgesellschaft.

Multifunktionssäcke

Natürlich war auch er kein vernünftiger Fahrer, vielmehr Geschwindigkeits besessen und rücksichtlos. Die morgendliche Strecke war sehr gebirgig und somit sehr kurvenreich. Nicht umsonst hing all paar Sitzreihen ein Bund schwarzer Plastiksäcke zum Abreisen, für den Notfall, wenn der Magen nicht mehr so richtig mitmacht. Und die hatten reissenden Absatz oder eben Abriss. Leider wurden sie einige Male auch zu spät abgerissen und dementsprechend übel sah es schon bald aus und roch noch viel ekliger. Zudem spuckten die Chinesen noch fleissig rum, manche etwas zivilisierter eben in diese Multifunktionssäcke, andere zum Fenster raus, zwischen ihre Füsse oder am Schlimmsten auf dem Korridor!

Nie mehr bis zum nächsten Mal

Genau 10 Stunden brauchten wir um aus den Bergen in die Provinzhauptstadt Guyang zu gelangen. Nach drei Tagen mehr oder weniger auf Bussessel verdammt, hatte ich so richtig die Schnauze voll vom Busfahren und schwor mir keinen einzigen Bus mehr zu nehmen. Na ja, nie mehr bis zum nächsten Mal!

 

 
Die Drachenrücken Reis Terrassen bei Longsheng
Huangguoshu Wasserfall
Dragon's Backbone Rice Terraces in Longsheng county
Die "Drachenrücken" Reis Terrassen bei Longsheng sind steil an einem Berghang angelegt
74m-tall Huangguoshu Falls is the highest waterfall in China and Asia
Der 74 m hohe Huangguoshu Wasserfall ist der höchste in China und ganz Asien
 
Yangtze / Jangtse Kreuzfahrt

 

 

Eine Kreuzfahrt durch die drei Schluchten des Yangtze, dem mit etwa 6300 km längsten Fluss in Asien und drittlängsten der Welt.

Ankunft in Chongqing

Schon bei der Ankunft in Chongqing, dem Ausgangspunkt der Bootsfahrt, wurde mir das grosse Business der Kreuzfahrten bewusst. Ich hielt dem Taxifahrer die Adresse eines Hotels unter die Nase, er jedoch fuhr mich zu einer Baustelle, meinte das Hotel existiere nicht mehr und fuhr mich zu einem Reisebüro, natürlich spezialisiert auf Kreuzfahrten. Somit suchte ich mir halt ein anderes Hotel im Reiseführer aus und wollte dorthin gebracht werden. Nach etwa 15 Minuten rumkurven hielt der Fahrer schon wieder verschmitzt lächelnd vor einer Agentur für Bootsreisen. Nun musste auch ich in meine Trickkiste greifen, um der Lage Herr zu werden. Aussteigen, Interesse vortäuschen, in Bäckerei fliehen, neues Taxi nehmen und endlich konnte ich ins gewünschte Hotel einchecken.

Am nächsten Tag machte ich mich nun doch auf, ein geeignetes Boot zu finden. Schlussendlich fand ich mit dem "President No. 6 Yangtze Paradise" zumindest vom Namen her eine wohlklingende, vielversprechende Option. Als mir aber der mit gebrochenem Englisch erklärende Angestellte statt einer professionellen, Computer ausgedruckten Bestätigung nur so ein rosa Zettelchen in die Hand drückte, worauf ich bloss meinen Namen zwischen etlichen chinesichen Schriftzeichen entziffern konnte, wurde ich etwas skeptisch und war nicht mehr so zuversichtlich. Nun konnte ich nur noch hoffen, dass der Kahn heute Abend auch bereitstehen würde.

Auf dem Kreuzfahrtschiff

Tatsächlich stand er da. Zwar nicht dort wo er hätte stehen sollen, aber nachdem ich einem rumlungernden Typen einige Yen in die Hand gedrückt hatte, war er gerne bereit mich zum richtigen Ankerplatz zu führen. Erwartungsvoll streckte ich der ersten uniformierten Person die sich mir näherte mein rosa Zettelchen hin, in der Hoffnung offiziell als Fahrgast anerkannt zu werden. Doch auch nach mehrmaligem Überfliegen der Passagierliste tauchte mein Name nicht auf. Ein Reinfall? Hatte die Agentur wo ich gebucht hatte die Rolläden runtergelassen und der Besitzer ist untergetaucht? Aber so schlimm konnte es auch wieder nicht sein, jedenfalls wurde ich zu einer Kabine geführt und ich nahm an, somit sei alles geregelt.

Der erste Tag auf dem Yangtze Fluss

Die Nacht verbrachten wir noch im Hafen von Chongqing, erst am frühen Morgen legten wir ab und fuhren den Yangtze flussabwärts. Die Umgebung war anfänglich noch ziemlich stark verbaut. Etliche Fabriken haben sich am Ufer des Flusses niedergelassen und in hässlichen Betonbauten lebten wahrscheinlich deren Arbeitskräfte. Spannender wurde da schon der Besuch von Fengdu oder Ming Shan, der so genannten Geisterstadt. Auf einigen hundert Treppenstufen schnauften wir unter der brütenden Mittagshitze den heiligen Berg hoch, rein in ein Reich voller mystischer, der Unterwelt und der Hölle geweihten Tempel.

Die Yangtze Schluchten

Gegen Mittag des zweiten Tages kommt schon von weitem die erste der drei Schluchten in Sicht: Die Qutang Schlucht. Dramatisch türmen sich auf beiden Seiten die Felsen in die Höhe und unser Boot wirkt nur noch lächerlich klein zwischen diesen mächtigen Boliden der Natur.

Kurz darauf erreichten wir die Wu oder Hexen Schlucht. Sie war nicht mehr ganz so hoch und eng, dafür erstreckte sie sich über etwa 40 km. Mal säumten grün leuchtende Reis Terrassen die Berghänge, mal dominierten praktisch senkrechte Felswände oder waldbedeckte Berge.

Auf dem Shennong Fluss

Bei der Stadt Badong ankerte das Schiff für einen Ausflug auf dem Shennong Fluss. Ein etwas kleineres Boot brachte uns zu einem Landesteg für noch kleinere, längliche Holzboote. Mit riesigen Rudern hantierend, brachten uns 6 Bootsleute durch die Shennong Schlucht Fluss aufwärts. Als der Fluss zu seicht wurde, zogen sie die Boote mit Seilen weiter.

Der Drei Schluchten Damm

Am späten Abend gelangten wir wieder auf dem Kreuzfahrtsschiff zu den Schleusen des Drei  Schluchten Dammes. In fünf Stufen wird man 175 m, auf das Niveau des Yangtze hinter dem Stauwehr gesenkt.

Am nächsten Morgen besuchten wir den eigentlichen Drei Schluchten Damm. Das Projekt war und ist immer noch sehr umstritten: Etwa 1.5 Millionen mussten umgesiedelt werden, unzählige historische Bauten wurden einfach überschwemmt und schlussendlich die noch nicht genau absehbaren Konsequenzen für die Natur und Tierwelt. Andererseits wird soviel Energie wie von 18 Atomkraftwerken produziert, durch Flutkontrollen können angeblich verherende Überschwemmungen vermieden werden und die Schifffahrt auf dem Yangtze wird verbessert. Ob man jetzt für dieses mega Projekt ist oder dagegen, die Fakten sind jedenfalls eindrücklich: 175 m hoch, über 2 km lang, etwa 600 km Staulänge, 18’000 Megawatt Kapazität.

Ankunft in Yichang

Die dritte und letzte Schlucht Xiling, wurde von einem sehr feinen Abschiedsbuffet etwas überschattet. Wenig später legte das Schiff zum endgültig letzten Mal bei Yichang an. Von nun an würden wieder andere Transportmittel weiterführen...

 


Ming Shan Geister Tempel
Qutang Yangtze Schlucht
Fengdu: Ming Shan ghost temples
Fengdu: Ming Shan Geister Tempel
Qutang is the first Yangtze River Gorge
Qutang ist die erste der Jangtse Schluchten

Schluchten Landschaft des Yangtze Flusses
Abendstimmung in den Yangtze Schluchten
Shennong River Gorge
In der Seitenschlucht des Shennong
Sunset in the Yangtze River Gorges
Abendstimmung in den Jangtse Schluchten

Nachtzug nach Xian

 

 

Die ganze Warterei war für die Katz. Es waren keine Zugtickets mehr zu haben, weder für Heute, noch für die nächsten zwei Tage. Auf der Taxifahrt zu einem Hotel klagte ich dem fahrenden und ausnahmsweise Englisch sprechenden Studenten die Situation vor. Zu meiner Überraschung meinte er, er werde schauen was er tun könne. Und nur einige Handy Anrufe später...

Tatsächlich sass ich am nächsten Tag auf der Pritsche eines sechser Abteils des Zuges von Yichang nach Xian, dem Taxifahrer und dem Freund eines Freundes sei Dank. Die Luft war stickig an diesem frühen Nachmittag. Trotz des durch die offenen Fenster eindringenden Fahrtwindes und den fleissig ratternden Ventilatoren war es fast unaushaltbar heiss, bei über 40 Grad. Neben mir wurde Karten gespielt, drei Abteilmitbenützer gegen eine Auswahl des Nachbarabteils. Ein junger Chinese grüsste mich aus irgendwelchen Gründen auf französisch, schien aber zu erschrecken, als ich ihm antwortete. Also legte er lieber seine Reisetasche auf sein Bett und verschwand dann wieder.

Die Abteile waren alle türlos, was natürlich die neugierigen Blicke aller vorbeigehenden Passagieren mit sich brachte. Und als Ausländer wird man gerne mal gründlich von Kopf bis Fuss gemustert. Doch musterte auch ich interessiert zurück. Kinderreiche Familien hatten sich häuslich eingerichtet und trotzdem hielten es die Bengel nicht lange aus und rannten vergnügt rum. Einige Reisende waren schon kurz nach Abfahrt im Schnarch Modus. Ältere Herren entblössten gerne ihre Oberkörper, um den hohen Temperaturen zu trotzen. Einer stolzierte den ganzen Abend in diesem Wagon Nummer 11 hin und her, als ob er ihn beschützen müsste und ich zählte gar nicht mehr, wie oft er mir in dem engen Korridor auf die Füsse getrampelt war. Überhaupt herrschte ein unglaubliches Geläuf. Keine Ahnung woher all die Leute kamen und wohin sie gingen oder einfach den ganzen Zug durchliefen. Jedenfalls schienen mehr Chinesen unterwegs zu sein, als zu sitzen. Zudem passierten noch etliche fliegende Händler die Korridore, einige balanzierten Melonenschnitze auf einem Tablett, andere schoben blecherne Karren mit eisgekühlten Getränken und Fertignudeln vor sich her. Auch bei den Bahnhöfen wurde durch die Fenster jeweils Fleischgerichte mit Gemüse und Reis angeboten, für das leibliche Wohl war also gut gesorgt.

China ware nicht China, wenn das Duftorgan nicht auch etwas von dieser Reise gehabt hätte: Essen, Füsse, Schweiss, Toilette. Und statt diese penetranten Gerüche zu vertreiben, schienen die Ventilatoren diesen Mix nur noch zu verschlimmern. Doch bei dem abwechslungsreichen Fensterkino, den vielen Models auf dem Korridor-Laufsteg und einem guten Buch war für genug Abwechslung gesorgt und die 16 Stunden vergingen wie im Fluge (oder Zuge?) Und am darauf folgenden Morgen erwartete mich schon Xian mit der Terrakotta Armee und anderen Attraktionen.

 


Xian Stadtmauer
Terrakotta Krieger bei Xian
A 14 km long city wall surrounds Xian's old town
Die Altstadt von Xian wird von einer über 14 km langen Stadtmauer umringt
The Terracota Army consists of thousands of warriors
Die Terrakotta Armee besteht aus Tausenden von lebensgrossen Soldaten

Buddha Skulpturen in den Longmen Höhlen
Wasserfall im Xikou Nationalpark
Thousands of buddhas were carved into the rocks at Longmen Caves
In den Longmen Caves haben die Mönche Tausende von Buddhas in die Felsen geritzt
Xikou Nationalpark near Ningbo boasts plenty of lakes and waterfalls
Der Xikou Nationalpark mit seinen Seen und Wasserfällen ist ein kleines Juwel bei Ningbo
 
Shanghai Skyline von Bund und Pudong
Die Dumpling Damen von Shanghai
The Bund and Pudong business district in Shanghai
Shanghai besticht durch den historischen Bund und den modernen Geschätsbezirk Pudong
Hand made dumplings in one of the many small restaurants in Shanghai
Dumpling Zubereitung in einem der vielen kleinen Restaurants von Shanghai
   
 

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Weiter geht die Asien Tour in Vietnam...

 
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last update Februar 2010