Der Weitwanderweg GR5 durch die französischen Alpen :: La Grande Traversée des Alpes


GR5 Weitwanderweg
Der Weitwanderweg Grande Randonée 5 oder GR5 führt durch die westlichen Alpen in Frankreich

Toureninformation :: Weitwanderweg GR 5

Der Weitwanderweg Grande Randonée 5 oder GR5 ist in Frankreich als Grande Traversée des Alpes bekannt, oder eben die grosse Alpenüberquerung. Er führt vom Genfer See zum Mont Blanc Massiv, durch den Nationalpark Vanoise und das Maurienne-Tal in den nördlichen Alpen, und in den südlichen Alpen durch den Naturschutzpark von Queyras, das Ubaye-Massiv und den Nationalpark Mercantour schlussendlich bis Nizza ans Mittelmeer.

Im Herbst 2010 bewältigte ich in 10 Tagen den ersten Streckenabschnitt von der Schweiz bis nach Modane. Nächsten Herbst folgt hoffentlich der zweite, etwas längere Teil des Trekkings bis nach Nizza.

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1. Martigny - Gorges du Trient (Schweizer Alpen)

 

Col de Balme mit Lac Emosson
Nach der Schlucht Gorges du Trient folgte der Aufstieg zum Col de Balme. Im Hintergrund die Staumauer des Lac Emosson

Der offizielle GR5 Fernwanderweg über die Alpen beginnt eigentlich in St. Gingolph am Genfersee. Da ich jedoch schon von den italienischen Alpen durch die ganze Schweiz bis nach Martigny auf meinem Alpen Trekking gewandert bin, habe ich mich entschlossen die Tour nun in Martigny, im Wallis zu starten, respektive fortzusetzen.

Die auserwählte Routenführung würde mich voraussichtlich erst nach drei Tagen wieder in eine Ortschaft mit Verpflegungsmöglichkeiten bringen, entsprechend lang war meine Shoppingliste, um mich in einem Supermarkt in Martigny mit genügend Proviant einzudecken.

Anschliessend folgte ich etwa während einer Stunde dem Haupttal des Wallis in Richtung Genfersee, bis zur Abzweigung in die Schlucht Gorges du Trient. Schon der erste Aufstieg war sehr steil und schweisstreibend, aber die bis zu 200 m tiefe Schlucht umso eindrücklicher. Ab der Brücke von Gueuroz folgte ich nun einem gemächlicher ansteigenden Waldweg auf der linken Seite der Schlucht, den ganzen Nachmittag, bis zum Eindunkeln. Hoch über der Schlucht thronend schlug ich auf einer kleinen Lichtung das Nachtlager auf.

2. Gorges du Trient - Col de Balme (2'200 m) - Le Tour (französische Alpen)

 

Perfekte Unterkunft französische Alpen
Das Zelt ist die perfekte Unterkunft in den französischen Alpen, hier beim bis tief ins Tal reichenden Gletscher von Tour

Bald schon kreuzte ich die Col de la Forclaz Passstrasse und machte mich an den 1'100 m hohen Anstieg auf den Col de Balme. Je höher ich gelangte, desto kräftiger blies der Wind, beim letzten Teilstück musste ich sogar stark gegen vorne gebeugt gehen, um nicht umgeblasen zu werden. Somit benötigte ich für den Aufstieg weit mehr Zeit als der einfache Bergpass eigentlich verdiente. Zudem war die Umgebung auch nicht sonderlich attraktiv, Skilifte und deren Bauten verschandelten das Landschaftsbild. Auf der anderen Talseite konnte man den Stausee Lac d'Emosson erkennen, welcher zwar auch nicht in die Kategorie einer natürlichen Sehenswürdigkeit gehört, aber ohne die Staumauer zu sehen schien es immerhin wie ein hübsch eingebetteter Bergsee.

Die Passhöhe war auch der Grenzübergang von der Schweiz zu Frankreich. Talwärts gelangte ich noch bis zur kleinen Siedlung von Le Tour, wo ich etwas ausserhalb das Zelt aufbaute, fast an dem Ausläufer des Gletschers du Tour.

Murmeltier auf dem GR5 Trekking in Frankreich
Das Murmeltier ist ein treuer Begleiter auf der Weitwanderroute des GR 5 durch Frankreich

3. Le Tour - Argentière - Chamonix-Mont-Blanc - Les Houches

 

Chamonix Gebirge Mont Blanc
Die Gletscher des Gebirges des Mont Blanc bei Chamonix

Das Bimmeln von zahlreichen Glöckchen weckte mich am Morgen früh auf. Als ich verwundert den Kopf aus dem Zelt streckte, entdeckte ich weit oben am Hang eine grosse, weisse Masse einer Schafherde. Langsam fing ich an mich umzuziehen und das Innenzelt aufzuräumen, während das Bimmeln deutlich und rasch näher kam. Als ich aus dem Zelt kletterte waren die Schafe schon ziemlich nahe und starrten verdutzt in meine Richtung. Daneben tauchte auch plötzlich ein mächtiger Wachhund auf. Dem aggressiven Bellen und Kläffen an, schien diesem meine Präsenz wenig zu gefallen. Da ich schon einiges negatives von diesen Wachhunden von Tierherden gehört hatte, und auf einem anderen Trekking auch schon von einem angefallen worden war, beschleunigte ich sofort den Abbau meines Camps. Blöderweise wollten die Schafe unbedingt auf meine Privatweide und der Bewacher-Instinkt des Hundes wurde noch mehr gereizt als sich die Tierschar immer mehr näherte. Ich stopfte nur noch blindlings alles in den Rucksack und entfernte mich eiligst, um mich auf keinen Fall auf ein Machtspiel mit dem abgerichteten Wachhund einzulassen.

Auf der linken Talseite des Flusses Arve, gelangte ich auf einem Höhenweg nach Argentière. Schon hier gab es die ersten Gletscherzungen des mächtigen Mont Blanc Massives zu bestaunen.

Die Wanderroute führte weiter durch den Wald bei einem leichten auf und nieder bis nach Chamonix-Mont-Blanc. Hier kann man sich problemlos mit Wanderkarten für den GR5 Weitwanderweg eindecken, zum Beispiel mit den von mir gebrauchten "Carte de Randonnées" "Pays du Mont-Blanc" und "Beaufortain" im Massstab 1:50'000, welche mich für weitere vier Tage bis Val d'Isère führen würden.

Die heutige, sehr einfache Tagesetappe endete etwas weiter das Tal hinaus bei Les Houches, wo ich auch auf die offizielle Route des GR5 traf.

4. Les Houches - Col de Voza (1'650 m) - Les Contamines-Montjoie

 

Col de Voza Gletscher Bionnassay
Südseite des Col de Voza mit dem Gletscher von Bionnassay

Der zweite Pass nach dem Col de Balme, war enttäuschend bis langweilig. Der Weg führte durch besiedeltes Gebiet, teils sogar auf einem geteerten Strässchen zum kleinen Pass Col de Voza hoch, wo ein geschlossenes Restaurant und eine Zahnradbahn Bausünden hinterliessen. Einzig der Blick auf das Tal der Arve mit den bis weit nach unten reichenden Gletscherzungen des Mont Blanc wussten zu gefallen und beeindrucken. Ich hoffte sehr und wusste auch, die französischen Alpen haben sicher noch mehr zu bieten.

Somit machte ich mich ohne Pause sofort an den Abstieg in die Ortschaft Bionnassay. Nach der Passage durch die gleichnamige Schlucht kam dann schon eher wieder Freude am Trekking auf, ein hübscher Waldweg traversierte die Bergflanke und brachte mich runter in das Tal Val Montjoie. Nach einer weiteren Stunde dem Fluss Bon Nant folgend erreichte ich das Dorf Les Contamines-Montjoie in den Savoyer Alpen.

GR5 Trekking Camp bei Plan de la Lai
Trekking Camp in der Abendsonne der französichen Nordalpen bei Plan de la Lai

5. Les Contamines-Montjoie - Col de la Croix du Bonhomme (2'480) - Crête des Gittes - Plan de la Lai

 

GR5-Wanderweg über die Crête des Gittes
Der Weitwanderweg des GR 5 führt über die spektakuläre Crête des Gittes

Gemütlich marschierte ich aus dem Dorf bis zur im Barockstil erbauten Kirche Notre Dame de la Gorge, ganz hinten im Tal Val Montjoie. Hier teilen sich der GR5 Fernwanderweg und die Route der Tour du Mont-Blanc (Rundtour rund um das Mont-Blanc Massiv) den gleichen Weg hoch zum Pass Col de la Croix du Bonhomme. Entsprechend mehr Berggänger waren heute unterwegs. Unweit der Kirche befindet sich auch eine von den Römern erbaute Steinbrücke, welche eine kleine, aber tiefe Schlucht überquert. Die Gegend hier erinnerte mich ein wenig an eine Mountainbike Tour im Berner Oberland, welche ich vor kurzem machte.

Aufstieg bis zu einer kleinen, wasserreichen Ebene, bevor der Weg wieder gegen Süden abbog und steil zum Col du Bonhomme hoch führte. Ich genehmigte mir eine kleine Verschnaufpause beim umgekippten Betonsockel auf der Passhöhe, wohl wissend, dass es noch weiter hoch gehen würde, auf den 2'480 m hohen Col de la Croix du Bonhomme. Die beiden Namen können etwas verwirrend sein, jedenfalls ist der mit dem Croix oder eben Kreuz der höher gelegene Bergpass der beiden.

Es folgte ein kurzer Abstieg zur einladend ausschauenden Refuge de la Croix du Bonhomme, jedoch hatte ich ein anderes Tagesziel im Visier. Die Begehung der Crête des Gittes war ein absoluter Höhepunkt nicht nur des heutigen Tages! Ein kleiner Pfad auf einem fantastischen Bergkamm (Crête) führte bis ins Hochtal von Plan de Lai. Hier ergab sich kurz vor dem Eindunkeln auch eine wunderbare Stelle fürs Nachtlager.

6. Plan de la Lai - Col du Bresson (2'470 m) - Valezan

 

Alpen Bergwelt Col du Bresson
Schönste Alpen Bergwelt beim Abstieg vom Bergpass Col du Bresson

Die Temperaturen schienen über Nacht ziemlich tief gesunken zu sein, eine dünne Eisschicht hatte sich über das Zelt ausgebreitet. Weiter unten im Tal erreichten aber auch schon die ersten Sonnenstrahlen den Lac de Roselend und ermunterten mich zu einem flotten Marschtempo.

Bei der Bergalp von La Petite Berge nahmen zwei Landwirte ihr Frühstück ein, zwei mit Pastis gefüllte Becher. Ich labte demonstrativ an meiner Wasserflasche und knabberte an meinem Vorrat an gedörrten Früchten, während wir uns stumm zulächelten - jedem das Seine.

Fast den ganzen Morgen folgte ich einem attraktiven Höhenweg hoch über dem Lac de Roselend, bis der eigentliche Aufstieg zum Bergpass Col du Bresson begann. In einem steilen Zigzag zog sich der Pfad hoch, zuerst eher unspektakulär, einfach Kopf runter und hoch geschwitzt. Bei kleinen Verschnaufpausen genoss ich immer wieder die tolle Aussicht auf den grossen Stausee Lac de Roselend und die dahinter aufgereihten Bergzüge. Eine wilde Steinlandschaft dominierte den letzten Teil der Besteigung des Alpenpasses. Zuoberst auf dem Col du Bresson dominierte jedoch ein kräftiger Wind und forcierte den baldigen Abstieg.

Die andere Seite des Bergmassivs präsentierte ein noch viel eindrücklicheres alpines Landschaftsbild, ein wunderbares Bergtal mit dem dazugehörenden Bergbach, wand sich in einem grosszügigen, fast 180-gradigen Bogen talwärts, eine wahre Freude hier unterwegs sein zu dürfen.

Nach etwa 4 Stunden Wanderzeit, errichtete ich beim Eindunkeln ein passendes Plätzchen für das Camp, auf einer schönen Alpwiese mit Bergbach, kurz vor der Ortschaft Valezan.

Hochgebirgsregion Nationalpark Vanoise
Der GR5 durchquert die Hochgebirgsregion des Nationalpark Vanoise

7. Valezan - Bellentre - Landry - Refuge de Rosuel (1'550 m)

 

Wasserfall Gurraz im Vanoise Nationalpark
Der Wasserfall von La Gurraz bei seinem Fall ins Nichts im Vanoise Nationalpark

"Valezan ist ein kleines französisches Bergdorf im Tal Tarantaise in Savoyen, ruhig, einladend und authentisch mit traditioneller Architektur", so passend wird der Ort auf der offiziellen Webseite beschrieben.

800 Höhenmeter weiter unten im Haupttal gönnte ich mir in Bellentre im einzigen Cafe einen Kaffee, leider ohne Croissant. Im nahe gelegenen Landry hat es einen Lebensmittelladen, wo man den Proviant wieder aufstocken kann.

Der Weitwanderweg GR 5 teilt sich hier in zwei Routen. Einerseits kann man von Bellentre auf der anderen Talseite gleich nach Montchavin hochsteigen. Wenn man aber in Landry einkaufen geht, anerbietet sich eher die alternative Route im Tal des Flusses Ponturin entlang und etwa auf halbem Weg zum Refuge de Rosuel treffen die beiden Routen wieder zusammen.

Schon gegen 16 Uhr erreichte ich das Refuge de Rosuel, ganz hinten im Tal. Einerseits lockte bei diesen perfekten Wetterbedingungen noch der Aufstieg zum Nationalpark Vanoise, andererseits war die Aussicht auf eine Dusche und eine warme Mahlzeit im Refuge de Rosuel auch sehr vielversprechend.

Ich entschloss für heute das Zelt im Rucksack zu lassen und gönnte mir den Luxus eines Kajütenbettes im Mehrbettzimmer. Dies ergab auch das erste mal die Möglichkeit mich mit anderen GR5 Trekkern auszutauschen, mit einer fünfköpfigen Gruppe aus Irland, zumal so spät im September sonst nicht mehr viele Wanderer auf dem GR5 unterwegs sind.

8. Refuge de Rosuel – Col du Palet (2'650 m) – Tignes-le-Lac – Val-d'Isère

 

Trekking durch den Vanoise Nationalpark
Bergregion vor dem letzten Aufstieg zum Col du Palet im Vanoise Nationalpark

Am Morgen früh ging es nach einem typischen französischen Frühstück mit Baguette und Käse weiter. Allmählich zog sich der Wanderweg der Bergflanke entlang hoch. Der imposante Wasserfall von La Gurraz plätscherte auf der anderen Talseite über die senkrechte Felswand. Doch statt sich dann in einen Bach zu ergeben, ist das Wasser plötzlich weg und verschwunden. Der Wasserfall wird in einen Schacht gezwungen und das ganze Wasser wird wahrscheinlich mit einem Druckstollen irgendwohin zu einem Wasserkraftwerk geleitet. So viel zu natürlicher Energiegewinnung - als Naturliebhaber kam es mir eher wie ein Mord an der Natur vor!

Die Route des GR 5 führte nun durch die wunderbare Bergregion von Plan de la Plagne im Parc National de la Vanoise, für mich das schönste Trekking Gebiet auf der bisherigen Strecke. Unter dem Schutz des Nationalparks konnten sich sogar Bergbäche wieder sorgenfrei in die Bergseen ergeben. Zudem hatte ich noch selten so viele Murmeltiere auf so engem Raum gesehen, auch den Tieren schien es hier zu gefallen. Kaum war die Grenze des Vanoise Nationalparks auf dem Passübergang des Col du Palet erreicht, präsentierte Frankreich wieder ein ganz anderes Bild: Skianlagen und die Retortenstadt Tignes-le-Lac beeinträchtigen oder verschandeln sogar das Landschaftsbild. In ziemlich steilen Serpentinen kurvte der Wanderweg hinunter. Die eigentlich grosse Ortschaft war jedoch in der herbstlichen Zwischensaison wie ausgestorben, nicht mal ein kleine Boulangerie war offen, um etwas zu essen zu kaufen.

Um in das etwa gleich uncharmante Val-d'Isère zu gelangen, wählte ich die Wanderroute dem Lac du Chevril entlang. In der Schlucht von la Daille gab es teils enge und tückische Wegpassagen, mit senkrechtem Abgrund auf der linken Seite und Steinschlag Gefahr durch loses Geröll von der rechten Seite. Am späten Nachmittag gelangte ich schlussendlich wohlbehalten in die Region von Val-d'Isère.

Bergbach Col de l'Iseran in den französischen Alpen
Bergbach hoch oben in den französichen Alpen, nach dem Col de l'Iseran, dem mit 2'764 m höchsten Punkt der Alpenüberquerung auf dem GR5

9. Val-d'Isère - Col de l'Iseran (2'765 m) - Le Vallon - Bessans - Lanslebourg

 

Col de l'Iseran
Die Kapelle auf der Passhöhe des Col de l'Iseran

Heute stand die Besteigung des höchsten Bergpasses auf dem GR5 Trekking, dem Col de l'Iseran, auf dem Programm. Es galt etwa 1'000 Höhenmeter zu bewältigen, alles verhüllt in einer dicken Nebeldecke, so dass ich kaum einen Meter Sichtweite hatte. Dafür verlor ich heute nicht viel Zeit mit Fotografieren und Aussicht geniessen und war schon nach 2.5 Stunden auf der Passhöhe. Die eisige Kälte machten hier Handschuhe und Mütze zu sehr willkommener Outdoor-Ausrüstung.

Der Abstieg folgt zuerst dem Tal des Flusses Lenta entlang, bis der GR5 Wanderweg auf der westlichen Seite wiederum etwa 400 m ansteigt für die Travesierung des Balcon de la Haute Maurienne. Leider war ich meist wiederum völlig eingenebelt, sonst hätten sich bestimmt schöne Ausblicke über das Tal Maurienne ergeben. Der schmale Pfad verlief genau der Grenze des Vanoise Nationalparks entlang, eine eigentliche Wegmarkierung gab es gar nicht mehr, nur noch die farblich markierten Grenzsteine des Nationalparks in sehr unregelmässigen Abständen. Oft wusste ich gar nicht ob ich mich noch auf dem richtigen Weg befand. War alles ein bisschen Glücksache, als ich schlussendlich gegen 17 Uhr im Tal unten in der Ortschaft Bessans ankam. Jetzt fehlten nur noch 15 km einfache Wanderstrecke dem Haupttal entlang bis in die Nähe von Lanslebourg, wo ich für heute Nacht das Zelt aufschlug.

10. Lanslebourg - Termignon - Modane

 

Trekking Strecke auf der Haute Maurienne
Weitwanderweg durch die Haute Maurienne vom Col de lÎseran bis nach Modane

Ich besuchte eine kleine Bar in der Ortschaft für ein kurzes Frühstück mit einem Café au Lait und Croissant. Es gibt hier zwei verschiedene Routen. Der GR5 "Tour de Haute Maurienne" dringt in einem 1-3 tägigen Bogen erneut in den Vanoise Nationalpark ein. Aus zeitlichen Gründen, weil ich heute Abend gegen 16 Uhr unbedingt den Zug in Modane zurück in die Schweiz erwischen musste, wählte ich jedoch den GR5E "Chemin du Petit Bonheur", welcher durch das Tal des Flusses Arc auf direktem Weg nach Modane gelangte.

Die Route führte auf sehr einfachen, fast schon langweiligen Wanderwegen, oft durch waldige Passagen linkerhand des Flusses gegen Südwesten. Dauerregen und frische Temperaturen machten es so richtig gemütlich. Erwähnenswert war die eindrückliche Festungsanlage Barrière de l’Esseillon, eine aus 5 Forts bestehende Verteidigungsanlage bei der Ortschaft Avrieux, welche diese früher wichtige Alpenpassage überwachte. Der Wanderweg führt beim untersten Fort, der Redoute Marie-Thérèse vorbei, um nach einer Schlucht wieder in den Wald hochzusteigen.

Kurz vor 16 Uhr erreichte ich wunschgemäss das Städtchen Modane. Auf dem Hauptplatz deckte ich mich in einem kleinen Kiosk und Buchladen gleich mit dem Kartenmaterial für die nächsten paar Etappen bis Briançon ein.

Nächstes Jahr würde ich gerne wieder hierher zurückkehren, um den zweiten und etwas längeren Teil der grossen Alpenüberquerung des GR5 anzugehen. In schätzungsweise 14 Tagen hoffe ich das Mittelmeer bei Nizza erreicht zu haben!

Abendstimmung der französischen Alpen
Die französischen Westalpen in der Abendsonne
Weiterführende Link-Tipps

GR 5 Outdoor Handbuch: Conrad Stein Verlag, leider sehr veraltete Auflage aus dem Jahre 2001, bei Amazon anschauen
Karte des GR 5: auf der offiziellen Webseite der Fédération Francaise de la Randonnée Pédestre (Französisch)
Tipps zum Weitwanderweg GR5
(Englisch): www.grfive.com/
Beschreibung der Route
aus der freien Enzyklopädie: wikipedia.org/wiki/GR_5

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