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Baja California ist dieser lange, schmale Arm, welcher westlich an Mexiko runterhängt, eingeklemmt zwischen dem Pazifik und dem Golf von Kalifornien. Heisse, trockene Wüstenlandschaft, welche sich aber auch in ein weites Sortiment an Vegetation kleidet. Raue und praktisch unberührte Bergzüge erstrecken sich entlang der Halbinsel, bereichert durch einige Vulkane. Vom südlichsten Punkt bei Cabo San Lucas führt die Fernstrasse 1 über 1700 km in die berüchtigte Millionenstadt Tijuana, an der Grenze zur USA. |
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La Paz |
La Paz, die Hauptstadt des südlichen Teils von Baja California, ist ein guter Ausgangspunkt mit regelmässigen Flugverbindungen und Fähren nach Mazatlan oder Topolobampo (Los Mochis) fahren fast täglich aus. La Paz selbst ist ein friedliches Städtchen mit einigen guten Hotels und einer langen Uferpromenade zum Flanieren. Etwas nördlich gibt es auch einige schöne Strände. |
Sierra Gigante |
Gegen Norden führt die Carretera 1 anfänglich durch eine flache Wüstenlandschaft, dominiert von Millionen gegen den tiefblauen Himmel ragenden Kaktussen und später durch die Sierra Gigante, wo eigenartige Hügel, kleine schluchtenartige Täler und die Buchten des Golfs von Kalifornien ein äusserst attraktives Landschaftsbild abgeben. |
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Loreto |
Loreto wurde 1697 von jesuitischen Mönchen gegründet, als erste von 20 auf der Halbinsel Baja California verteilten Missionen. Die Missionen waren aber nicht nur ein religiöses Zentrum zum Bekehren der Ureinwohner, sondern auch ein Stützpunkt für spanische Soldaten und spanische Siedler versuchten der Wüste kultivierbares Land abzugewinnen. Die Mission in Loreto ist sehr hübsch erhalten worden und beherbergt ein interessantes Museum über die Geschichte von Baja California. |
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Mulege |
Die nächst grössere Ortschaft ist Mulege. Ein mit Palmen gesäumter Fluss zieht am Dorfrand vorbei und erreicht nach einigen wenigen Kilometern das Meer. Unmengen von Möwen und Pelikanen ziehen hier ihre strategischen Kreise und stechen plötzlich ins Wasser zum Fischfang. Ein kleiner auf einem Hügel errichteter Leuchtturm bietet eine herrliche Aussicht über die Küste im Golf von Kalifornien. Bei Sonnenuntergang färben sich der Fluss und die Hügelwelt im Hintergrund in ein schönes Abendrot. |
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Guerrero Negro |
Mit dem Bus gelangt man problemlos durch die Hochebene der Wüste von Vizcaino nach Guerrero Negro, einem zwar dreckigen und trostlosen Ort, welcher aber aus zweierlei Gründen einen Besuch wert ist. Hier befindet sich die weltgrösste Salz Produktionsfirma, Exportadora de Sal. In Tausenden von künstlich angelegten Becken evaporiert das Salzwasser durch die intensive Sonneneinstrahlung und der vom Pazifik kommenden Windströmung. Dauernd wird wieder Meerwasser reingepumpt, um eine dicke Salzschicht zu erhalten. Der grösste Teil wird als Rohsalz in die USA, nach Kanada und Asien exportiert, der kleinere Teil wird vor Ort zu Kochsalz raffiniert. |
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Guerrero Negro |
Zudem ist die nahe gelegene Lagune Ojo de Liebre (Hasenauge) beliebt zum Whale Watching der Grauwale. Den Sommer über leben die etwa 30 Tonnen wiegenden Tiere in den Gewässern von Alaska und der Beringsee. Gegen Herbst wandern sie 10’000 km bis an die Küsten von Baja California zum Paaren und verbleiben hier mit ihren Jungen einige Monate. Mit einem Boot kamen wir bis auf einige Meter an einen jungen Grauwal heran und konnten mehrmals beobachten wie der Wal den Kopf vertikal aus dem Wasser streckte und dann beim Eintauchen die Wellen über ihm wieder zusammenschlugen. Ausserdem buhlten einige Delfine mit künstlerischen Sprüngen rund um unser Boot um Aufmerksamkeit und bei einer kleinen vorgelagerten Insel tummelte sich eine Seelöwen Kolonie. Ein wahrhaft tierisches Spektakel. |
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Cataviña |
Etwa 100 km weiter nördlich bei Cataviña, kommt man in eine kuriose Gegend mit riesigen Steinbrocken, manche so gross wie ein Haus, und dazwischen wie immer gedeihen diese hohen Kakteen mit einem oder mehreren Stängeln. Dort wo die Strasse die Pazifische Küste wieder erreicht, sieht man das erste Mal seit langem wieder grüne Flächen. Das Tal von San Quintin wird intensiv für die Landwirtschaft genutzt. |
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La Bufadora Blowhole |
La Bufadora Blowhole |
Das letzte Mal kurvt die Carretera 1 die Berge hoch, das letzte Trotzen der Wüste, bei Ensenada gewinnt definitiv die Zivilisation wieder die Oberhand. Ensenada liegt schon relativ nahe bei Tijuana und an der Amerikanischen Grenze, dementsprechend beliebt ist die Stadt bei amerikanischen Touristen. Das wiederum lässt die Kosten in die Höhe schnellen und die Preise sind sogar oft in Dollars angegeben. Die grösste Attraktion im Norden von Baja California ist La Bufadora Blowhole, ein Wasser speiendes Phänomen, wo durch die Strömung und Wellen Wasser dem Kliff entlang hoch gepresst in die Luft geschleudert wird. |
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Tijuana |
Der Abschnitt zwischen Ensenada und Tijuana offeriert schöne Aussichten auf die Pazifik Küste. Tijuana, die nördlichste Stadt von Mexiko, preist sich selbst die meistbesuchte Stadt der Welt zu sein. Tatsächlich queren hier Millionen von Personen jährlich die Grenze. Die einten die Geldbeutel mit Dollars voll gestopft um in Baja California Urlaub zu machen, die anderen mit leeren Geldbeuteln, in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft im nördlichen Nachbarland. Das berüchtigte Tijuana ist sicher nicht die ideale Stadt um einen Mexiko Aufenthalt zu starten und wirft (leider) ein völlig falsches Licht auf dieses wunderbare Land. Wegen der anhaltenden sehr hohen Kriminalitätsrate und den gefährlichen Ausseinandersetzungen zwischen den etlichen (Drogen-) Banden, sollte man Tijuana besser meiden! Der Songtext von Manu Chao ist sehr treffend: "Welcome to Tijuana: Tequila, Sexo y Marihuana." |
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