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Vietnam Reisebericht und Reisefotografie / Travel Photography Vietnam



 


Fotografische Eindrücke einer Reise durch Vietnam. Ausgangspunkt war Hanoi, die im Norden gelegene Hauptstadt von Vietnam. Nach einem Ausflug mit dem Boot in der Halong Bay, führte die Reise mit dem Zug gegen Süden nach Hue, weiter in das von der UNESCO geschützte Städtchen Hoi An, an den Strand von Nha Trang, darauf nach Dalat in die Berge, dann nach Saigon, in die grösste Stadt von Vietnam und schlussendlich mit dem Boot durch das Mekong Delta.

Having troubles crossing the streets awash with motorcycles? Fancy kayaking amidst spectacular pinnacles jutting out of the sea? Ever seen a King’s tomb? How about lazing in the sun on a white sandy beach? Or are you into trekking in the mountains with lakes and waterfalls? Care to have a couple of Tiger Beers on a miniature plastic stool? Welcome to Vietnam!

 
 
Hanoi


 

Hanoi ist zwar nach Saigon nur die zweit grösste Stadt von Vietnam, aber trotzdem die Hauptstadt. Das “Old Quarter” ist der ideale Platz um das aktive Strassenleben zu beobachten.

Hanoi is only the second largest city, yet it is the capital of the Socialist Republic of Vietnam. The Old Quarter is the ideal place to observe the active street life.

Strassen Szene Hanoi

 
 
Motorrad verrücktes Hanoi  
 

Reisebericht Hanoi

 
  Motorrad Chaos in Hanoi
Hanoi ist die chaotische, romantische Hauptstadt der sozialistischen Republik Vietnam. Die Altstadt ist ein enges, geschäftiges Häusergewirr. Angeblich aus steuerlichen Gründen sind die meisten Gebäude nur einige Meter breit, aber neben einem zweistöckigen Wohnhaus steht vielleicht ein 10-stöckiges Bürogebäude. Die Strässchen und Gässchen werden geteilt von schmutzigen Busen, ungeduldigen Taxis, einigen wenigen Autos der Neureichen, schwankenden Fahrrädern, lebensmüden Cyclos Fahrern und Millionen von hupenden Motorrädern. Japanische Traditionsmarken werden seit einigen Jahren durch Billigimporte aus China konkurrenziert und scheinen nun für jedermann erschwinglich zu sein. Dieser konstante Strom von Motorrädern dominiert das Stadtbild. Ob auf dem Gehsteig, an einer roten Ampel vorbei oder durch eine Einbahnstrasse, dauernd flitzen sie einem um die Ohren. Es ist unmöglich im dichten Verkehr eine Lücke auszumachen, um die Strasse zu Fuss zu überqueren. Die einzige bewährte Methode besagt, einfach drauflos zu marschieren und es dem Geschicke der Fahrer zu überlassen dem Fussgänger Hindernis auszuweichen. Zum Glück sind die Mopedfahrer alle höchst konzentriert bei der Sache: Keine Handys zwingen sie zum einhändigen Manövrieren, keine Freundin auf dem Hintersitz muss unterhalten werden, keine fünf aufgestapelte Hühnerkäfige müssen balanciert werden!

Multifunktionelle Gehsteige
Die Stadt ist sehr geschäftig. Ein kleiner Laden reiht sich an den anderen. Auf dem schmalen Gehsteig werden die Haare geschnitten, Motorräder repariert, blecherne Gefässe zurecht gehämmert, Nudelgerichte gegärt und auf kleinen Plastikstühlen Kaffee getrunken. 

Geschäft ist Geschäft in Vietnam
Dazu kommen noch die fliegenden Händler, oft Frauen, welche eine Bambus-Stange mit je einer am Ende runterbaumelnden Schale mit frischen Früchten geschultert haben. Die Feuerzeug Verkäufer, welche nach einem verneinenden Kopfschütteln sofort noch flüsternd Marihuana anbieten. Einmal hat neben mir ein motorisierter Buchhändler angehalten und seine Gehilfin bot mir zugegebenermassen geschickt kopierte Bücher an. Aber auch dieser tüchtige und diversifizierte Geschäftsmann gab sich nach meinem “Nein Danke” noch nicht geschlagen und bot gleich die Liebesdienste seiner Begleiterin an.

Seen für jeden Geschmack
Hanoi ist auch die Stadt der vielen Seen. Der bekannteste ist der zu einem gemütlichen Spaziergang einladende Hoan Kiem im Herzen der Altstadt. Auch sehr zentral gelegen ist die stinkenden Kloake des Ho Tay (West Lake), wo tote Fische dem Ufer entlang gleiten und trotzdem noch etliche Fischer die Angeln dazwischen halten.

 

Halong Bay


 

Mächtige Felsen ragen aus dem Wasser in der Halong Bay und lassen die Boote verschwindend klein erscheinen. Einige Inseln haben schönste Sandstrände, einige versteckte Höhlen, andere wiederum sind unzugänglich. Es ist empfehlenswert eine zwei oder dreitägige Bootstour von Hanoi aus zu buchen, einschliesslich einem Ausflug auf die Insel Cat Ba.

Massive rocks rise from the waters of Halong Bay. Some of the islands have beautiful beaches, some have hidden caves and still others are virtually inaccessible. It’s well worth booking a two or three-day boat tour in Hanoi, including the trip to Cat Ba Island.



Halong Bay

 
  Halong Bay  
 

Reisebericht Halong Bay

 
 

Im Hafen von Halong City
Eine stattliche Anzahl Boote schaukelte bei den Stegen im Hafen von Halong City. Zahlreiche Passagiere hatten sich eingefunden und schauten sich gespannt um, welches Boot denn nun ihres sein werde. Dazwischen zwängten sich junge Burschen, welche schwere Lasten von Esswaren und Getränke austragen mussten. Und wie immer waren da noch etliche Vietnamesen, die rauchend und schwatzend das ganze Getümmel gelassen beobachteten. Vielleicht waren sie auch Köche, Matrosen oder Tourenführer, das wusste man nie genau, bis man sie in Aktion sah. Auf der Meeresseite war gerade noch das Tankschiff zu Besuch und pumpte lärmend den notwendigen Antriebsstoff in die Boote, uns in eine stinkende Petrol Wolke hüllend.

Passagier oder Pirat
Endlich winkte jemand unserer brav wartenden Gruppe zu, jedoch von einem Kahn ausserhalb der Reichweite der Pier. Doch die Handbewegung war unmissverständlich, wir sollten über die anderen Boote herüber klettern. Nun das war gar nicht so einfach, diese akrobatische Route mit all dem Gepäck zu meistern und statt wie ein Passagier beim Borden kam ich mir eher vor wie ein Pirat beim Kentern. Aber alle schafften es ohne frühzeitig baden zu gehen und der Halong Phoenix Cruiser war erobert.

In der Halong Bay
Ein Boot nach dem anderen legte nun ab und praktisch in Einerkolonne tuckerten sie hinein in die bekannte Halong Bay. Die Bucht ist ein fantastisches Natur Spektakel, mit seinen aus dem dunkelblauen Ozean ragenden Felsbrocken und Inseln.

Mit dem Kajak auf Erkundungstour
Eine der Inseln durchzieht das eindrückliche Höhlensystem Sung Sot, welches wir bei unserem ersten Stopp erkunden konnten. Spass machte auch eine Tour mit dem Kajak, welche bei einer aus Ölfässern und Brettern zusammen gewerkelten Plattform ausgeliehen werden konnten. Der Wellengang war zwar nicht sehr hoch hier, und doch musste man als Paddler Laie auf der Hut sein, nicht allzu nahe an die Felsklippen zu geraten. Nachdem ich schon um einige Felsenpfeiler gepaddelt war, entdeckte ich plötzlich weitere schwimmende Plattformen mit Häusern darauf. Tatsächlich lebten hier einige Fischer Familien, jede auf einer eigenen künstlichen Insel. Wie ich mir später erklären liess, leben sie hier immer noch vom Tauschgeschäft mit Händlern vom Festland. Fische und Meeresfrüchte gegen Benzin, frisches Wasser und andere Lebensmittel. Ein mürrischer Hund bellte mich aggressiv an, obwohl er mir durch den Wassergraben nichts anhaben konnte. Einige Fischer waren mit ihrem letzten Fang beschäftigt, andere wiederum schaukelten auf Hängematten im Takt der Wellen. Frauen hielten verwundert die Köpfe aus den Fenstern und einige Kinder sprangen mich möglichst bespritzend ins Wasser. Der Mutigste und Schnellste schwamm mir sogar nach und setzte sich frech auf den Hinterteil des Kajaks. Zur Belustigung aller Beobachter fing er jetzt an zu tanzen und singen, bis ich ihn mit einem abrupten Manöver wieder ins Wasser beförderte.

Nachtleben
Für die Nacht ankerte das Boot, wie könnte es auch anders sein, idyllisch von Felspfeilern umgeben mitten in der Halong Bay. Ein Nachtschwimmen und ein feines Abendessen mit frischen Meeresfrüchten rundeten den abenteuerreichen Tag ab.

Die Insel Cat Ba
Ich erwachte am nächsten Morgen mit dem Aufheulen des Motors. Während der Kapitän Kurs auf die Insel Cat Ba nahm, frühstückten die Passagiere Omeletten mit Wassermelonen und einem starken Kaffee. Auf der Insel Cat Ba angelangt, besichtigten wir auf der westlichen Seite der Insel eine Fischfarm und eine weitere Höhle, bevor wir bei einer anderen, vor gelagerten Insel an einem herrlichen Sandstrand den Anker zum Baden warfen. Geschlafen wurde die zweite Nacht leider in einem Hotel im einzigen Ort auf Cat Ba. Ich wäre viel lieber noch einmal in einer Koje in den Schlaf geschaukelt worden.

Am dritten Tag der Tour durchkreuzte der Phoenix Cruiser nochmals das eindrückliche Felsen Labyrinth der Halong Bay, um schlussendlich wieder nach Halong City zurück zu kehren.

 

Hue


 

Hue war lange Zeit Hauptstadt von Vietnam. Noch heute umringt ein mächtiges Mauerwerk mit Wassergraben den alten Stadtteil. Eine weitere Mauer formte die sogenannte Verbotene Stadt, die Residenz der Herrscher der Nguyen Dynastie. Etwas ausserhalb von Hue befinden sich etliche königliche Gräber, architektonisch eindrückliche Gebäudestrukturen, mit pompöser Innendekoration, eingebetet in hübsche Parklandschaften.

Hue served as the capital of Vietnam during the Nguyen Dynasty. Still today one can appreciate the impressive wall around the citadel and another wall around the Imperial Enclosure or Forbidden City. Only a few kilometers outside the city, the royal tombs are beautifully designed buildings which blend into the natural surroundings.

Königliche Grabstätte Hue  
  Königliche Grabstätte Hue  

Hoi An


 

Die charmante Altstadt von Hoi An ist ein von der UNESCO geschütztes Weltkulturerbe. Zahlreiche kleine Museen und Werkstätten lassen einem einen geschichtlichen und kulturellen Eindruck gewinnen vom früheren Leben hier. Die malerischen Gassen werden gesäumt von vielen Kunst Ateliers und einladenden Cafes.

The charming historical old town of Hoi An is an UNESCO World Heritage site. Numerous museums and workshops invite to get to know the history and culture of those days. The picturesque lanes boast many art galleries and inviting cafes.

Hoi An  
    Hoi An  

My Son


 

Die My Son Tempelstadt ist ein Vermächtnis des Volkes der Champa. Sie liegt unweit von Hoi An, in einem hübschen grünen Tal.

The Champa ruins of My Son are nestled in a lush valley, only a short trip from Hoi An.

My Son Tempelstadt  

Nha Trang


 

Nha Trang ist bekannt für den langen Sandstrand und die grosszügige Strandpromenade. Auch die nahe gelegenen Inseln laden zum Schwimmen und Faulenzen.

Nha Trang is known for the long, sandy beach and the inviting promenade. Several nearby islands are ideal for swimming and relaxing too.

Strand von Nha Trang  

Dalat


 

Dalat hat ein angenehm kühles Klima. Die umliegende Gegend mit Bergen, Seen und Wasserfällen lädt zum Erkunden ein.

Dalat offers a cool climate and the surroundings teem with mountains, lakes and waterfalls, ready to explore.

Abendstimmung Dalat  

Ho Chi Minh City / Saigon


 

Ho Chi Minh City oder Saigon ist die 5 Millionen Metropole im Süden von Vietnam. Dementsprechend geschäftig und laut geht es zu und her. Hier ist auch der Vietnam Krieg allgegenwärtig. Der Besuch des War Remnants Museum und der legendären Cu Chi Tunnel etwas ausserhalb der Stadt sollte auf keinen Fall verpasst werden.

Ho Chi Ming City or Saigon is the busy and loud metropolis of approximately 5 million inhabitants in the south of Vietnam. The Vietnam War is omnipresent here. A visit to the War Remnants Museum and of the legendary Cu Chi Tunnels outside of the city should not be missed.

Strassen Szene Saigon  
    Durstiges Saigon  

Mekong Delta


 

Der Mekong Fluss entspringt in Tibet und fliesst schlussendlich nach einigen Tausend Kilometern in Vietnam ins Meer. Das Mekong Delta wird von Reis Anbaugebieten und Fisch Farmen dominiert. Am besten erkundet man das Delta mit einem Boot.

From its source in Tibet and after a journey of several thousand kilometers, the Mekong River finally reaches the ocean in Vietnam. The Mekong Delta is dominated by rice paddies and fish farms. By far the easiest way to see the Delta is by taking a boat tour.

Siedlung im Mekong Delta  
    Mekong Delta  
    Mekong Delta  
 

Reisebericht Mekong Delta

 
 

Der Mekong Fluss
Nach über 4000 km durch Tibet, China, Laos, Thailand und Kambodscha, teilt sich der Mekong Fluss in Vietnam in etliche Wasserarme und fliesst in das Südchinesische Meer. Das ganze Mekong Delta in Vietnam ist sehr fruchtbar und eignet sich speziell für den Reisanbau und den Fischfang.

Ein Holzkahn mit Scharfblick
Bei soviel Wasser lässt sich die Gegend natürlich am besten mit einem Boot erkunden. Unser Transportmittel war ein länglicher Holzkahn, welcher seine besseren Tage zwar schon lange hinter sich hatte, aber die am Bug aufgemalten Augen strahlten freundliche Zuversicht aus.

Grüsse vom Klo
Zuerst besuchten wir einen schwimmenden Markt, wo von Bord zu Bord alles Lebensnotwendige gehandelt wurde. Viele Einheimische wohnen gleich auf den Booten oder sonst meist auf Pfählen stehenden Häusern am Flussufer. Einige Schritte abseits, auf einem kleinen Steg, hinter einem zwei Bretter hohen Verschlag, war jeweils das Toiletten-Loch, natürlich direkt über dem Fluss. Wer weiss wie gut die Koordination jeweils funktioniert wenn der einte Nachbar mal muss und der andere etwas flussabwärts seine Kleider wäscht. Doch für die Menschen hier schien das gar nicht ein so intimes Örtchen zu sein, vielmehr ein ganz normales Bedürfnis und einige winkten uns dort kauernd und übers ganze Gesicht schmunzelnd zu.

Das Leben am Fluss
Auch auf den Booten liessen sich die Vietnamesen durch nichts aus der täglichen Routine bringen. Auf einer Planke, wie diejenige für Meuterer aus einem Piratenfilm, sass eine junge Frau und wusch sich das lange, schwarze Haar. Matrosen Jungen zerhackten im hinteren Teil eines Frachtschiffes das Gemüse fürs Mittagessen. Eine Mutter schien ihre Tochter zur Schule zu rudern. Manchmal flitzte ein Schnellboot mit übertrieben vielen Pferdestärken vorbei. Am Ufer stampften die Bauern durch die Reisfelder und gingen ihrer Arbeit nach. Einige bis zu den Hüften im Wasser stehende Fischer waren dabei einen Netz-Zaun einer Fischfarm auszubessern. Und was natürlich auch nie fehlte, war der ruhende Teil der Bevölkerung: Kartenspielende Senioren, in einer Hängematte schaukelnde Mütter, im Schatten sitzende Arbeiter, in der braunen Brühe des Mekong spielende Kinder...

Abgetrieben
Unser Boot kurvte weiter durch das Mekong Delta, mal waren wir auf einem breiteren Fluss, mal durch schmälere Kanäle. Plötzlich verstummte das laute Geräusch des Motors. Der Kapitän bat jemanden das Steuer festzuhalten und verschwand im hinteren Teil des Bootes. Mehrmals heulte der Motor wieder kurz auf, doch kam er nicht mehr zum Laufen. Das Boot gleitete langsam mit der Strömung flussabwärts. Der Käpitan schien nicht einer dieser improvisationsstarken Alleskönner zu sein oder die Situation war wirklich hoffnungslos. Während das Boot weiter führerlos dahin gleitete, zückte er endlich sein Handy und führte einige lebhafte Gespräche. Mangels Sprachkenntnissen sagte er kein Wort zu seinen Passagieren und setzt sich wieder hinter das Steuerrad um uns kollisionsfrei abtreiben zu lassen. Der Fluss war hier sehr breit und eigentlich konnte nicht viel passieren und wir warteten mal geduldig was geschehen würde. Nach einer guten Stunde tauchte endlich ein unserem Kahn ähnlich aussehendes Gefährt auf, also wieder mit diesen kecken Augen und dockte an unserer Seite an. Wir alle kletterten an Bord. Nur der hartnäckige Kapitän blieb zurück und verharrte auf seinem glücklosen Gefährt. Wer weiss ob er bis ins Meer getrieben wurde. Auch unser neuer Bootsmann sagt kein Wort und wir tuckerten die gleiche Strecke wieder hoch und dann weiter, also ob nichts geschehen wäre.

Ruderwettkampf oder Motorboot?
Am nächsten Tag bordeten wir wiederum einen anderen Holzkahn. Während das Dorf einen Ruderwettkampf abhielt und etliche Schaulustige vom Ufer her mitfieberten, manövrierten wir zwischen all den rudernden Einheiten auf die Flussmitte zu. Erneut passierten wir einige Fischfarmen und beobachteten wie die Händler ihre Ware den Vorbeifahrenden feilboten. Aber schon bald ratterte unser Boot einen Seitenarm des Mekong hoch, galt es doch heute etliche Kilometer zurückzulegen, bis an die Grenze zu Kambodscha. Die einte Seite wurde meist von dichter Vegetation dominiert, während sich auf der anderen Seite riesige Reisfelder bis zum Horizont zogen. Vereinzelt waren Wohnhütten auszumachen, wobei uns die Kinder jeweils begeistert zuwinkten und versuchten rennend auf gleicher Höhe zu bleiben.

Die grosse Hilfe
Neben einer Handvoll Rucksack Reisenden war ein weiterer wortkarger, praktisch nur gestikulierender Vietnamese an Bord. Nachdem wir ihm schon vor der Abfahrt einige Dollars für die Erleichterung der Grenzformalitäten nach Kambodscha bezahlt hatten, trat er jetzt in Aktion. Er verteilte jedem einen Einreisetalon, wo er grosszügigerweise schon das Datum eingesetzt hatte. Den Rest musste jeder selbst ausfüllen. Als wir am späteren Nachmittag an der Grenze ankamen, verschwand er lautlos samt Reisepässen. Wir setzten uns in einen dreckigen Innenhof an einige Plastiktische, bestellten das einzig verfügbare Tagesmenü mit Reis und einigen Stückchen Fleisch und warteten. Nach etwa zwei Stunden kam der mysteriöse Herr wieder zurück und legte die Pässe neben uns auf einen Tisch. Beim Durchblättern fanden wir aber immer noch keinen Ausreisestempel drin. Wahrscheinlich hatte er sich eher eine Siesta gewährt, als uns bei der Ausreise zu helfen. Nun wies er uns an die Rucksäcke zu schultern und schickte uns dem Ufer entlang zu einer schäbigen Hütte bei einer offenen Schranke. Und weg war er.

Mit der Yellow Submarine nach Kambodscha
Hier erschien immerhin der Stempel innehabende Beamte und bezeugte unsere Ausreise aus Vietnam. Gleich nebenan ankerte ein übertrieben langes, gelbes Schnellboot, welches wie ein Unterseeboot aussah und mir sofort die Beatles Melodie von “Yellow Submarine” in den Sinn rief. Die Fahrt dauerte nur einige Minuten. Nun schon auf dem Staatsgebiet von Kambodscha fehlten noch die entsprechende Einreisebeglaubigung. Alles klappte problemlos, gegen entsprechende Dollar Nötchen wurde das Visum fein säuberlich in den Pass geklebt um vom gleichen Beamten sogleich durchgestrichen zu werden. Nun ja, die Berechtigung zur einmaligen Einreise war bereits aufgebraucht. Und endlich ging die Reise weiter, die  kambodschanischen Crew setzte das gelbe U-Boot zum Tauchen an.

 

 

Weiter geht die Asien Tour in Kambodscha...
Continue this Asia Tour in Cambodia...


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last update February 2010