Mit dem Mountainbike durch Costa Rica

Von Nebel umschlungene Vulkane, Nervenkitzel beim Canopy und Hängebrücken bei Monteverde, farbenrohe Schmetterlinge, lautstarke Brüllaffen, hinterhältige Krokodile, feinste Sandstrände, erfrischende Cervezas, Schlammschlacht nach Erdrutsch, spritzige Flussquerungen, wilde Jungle-Trails, abenteuerliche Bootsfahrt... eine sehr abwechslungsreiche Reise mit grossem Spassfaktor!

La Fortuna und der Vulkan Arenal

Der Vulkan Arenal im Norden des Landes ist einer der aktivsten Vulkane der Erde. Regelmässig fliesst Lava aus dem Krater und es kann täglich zu Eruptionen kommen. Die Ortschaft La Fortuna liegt auf der ruhigen Seite, am Fusse des Vulkans und ist ein guter Ausgangspunkt für die Erkundung der Gegend. Eine hübsche Bike Tour führt rund um den Arenal Stausee. Am Nordufer auf einer asphaltierten Strasse und entlang dem abenteuerlicheren Südufer auf einer verlassenen, holprigen Piste bis an die Westseite des Vulkan Arenal heran. Unbedingt Warnschilder beachten, die Gefährlichkeit der vulkanischen Aktivitäten sollte nicht unterschätzt werden. Lohnenswert ist sicherlich ein Besuch des Vulkans bei Dunkelheit, um die nächtlichen Ausbrüche zu erleben.

Etwa 35 km von La Fortuna sind die attraktiven Venado-Höhlen eine weitere Biketour wert. Auf dem Rückweg anerbietet sich ein Abstecher zur Cascada La Fortuna, für ein erfrischendes Bad unter dem Wasserfall.

See und Vulkan Arenal

Die erste Bike-Etappe führte an den Fuss des Vulkans Arenal und dem Arenal-See entlang.

Nebelwald Monteverde Nationalpark

Monteverde ist das bekannteste und meistbesuchte private Naturreservat in Costa Rica. Der Nebelwald im Monteverde Nationalpark bietet eine weltweit einmalig reiche Tier- und Pflanzenwelt: 2'500 Planzenarten, 100 Arten Säugetiere (u.a. Jaguar, Puma, Tapir, Opossum), 400 Vogelarten (u.a. der Göttervogel Qutzal) und 120 Arten Reptilien und Amphibien.

Am besten lässt sich Monteverde auf einem Trekking auf den angelegten Wanderwegen erkunden, Fahrrad fahren ist nur bedingt möglich. Als Top-Attraktion gilt der Sky Walk, ein hoch in den Baumkronen angelegtes Wegnetz von Hängebrücken. Oder wie wäre es mit einer Canopy-Tour, wobei man am Drahtseil hoch über dem Regenwald von Plattform zu Plattform gleiten kann.

Mehr Infos: Monteverde Nationalpark

Mountainbike Tour bei Monteverde

Unterwegs vom Monteverde Nationalpark zur legendären Panamericana Fernstrasse.

Rincón del la Vieja Nationalpark

Das vulkanisch sehr aktive Gebiet des Rincón de la Vieja Nationalparks steckt voller Überraschungen. Zahlreiche natürliche Erscheinungen wie sprudelnde Schlammbecken, Fumarolen (Austritt von Wasserdampf und vulkanischen Gasen) und vom Vulkan erhitzte Bäche gibt es zu erkunden. Zudem kann der Vulkan Rincón de la Vieja bestiegen werden, ein etwa 6-stündiges Trekking über 700 Höhenmeter. Die Gegend rund um den Nationalpark bietet auch ausreichend Trails fürs Mountainbiking.

Biking im Nationalpark Rincón del la Vieja

Biking auf einem Singletrail im Rincón del la Vieja Nationalpark.

Biketour Palo Verde Nationalpark

Heute startete die Bikereise auf abenteuerlichen Naturwegen durch Farmland hinunter ins Tiefland. Die hügelige Strecke führte uns an die Panamericana-Fernstrasse und dann durch wildromantisches Hinterland zum Palo Verde Nationalpark.

Der Palo Verde Nationalpark ist ein einmaliges Vogelparadies, speziell während dem nordamerikanischen Winter, wenn Tausende von Zugvögeln hier überwintern. Eine der bequemsten Möglichkeiten zur Tierbeobachtung bietet eine Bootsfahrt auf dem Rio Bebedero und Tempisque. Neben zahlreichen Wasservögeln, bekommt man auch Brüllaffen, Leguane und mit etwas Glück sogar Krokodile zu sehen.

Radtour am Pazifik

Radeln entlang dem Strand des Pazifischen Ozeans.

Bike Route an den Pazifik auf die Nicoya Halbinsel

Von Puerto Humo sind es etwa 30 km bis in die südlich gelegene Ortschaft Nicoya und nochmals 35 km bis Playa Sámara an der pazifischen Küste. Hier am Strand ist kann man die Radreise bestens unterbrechen und das süsse Nichtstun so richtig geniessen.

Einige der schönsten und unberührtesten Strände Costa Ricas bereichern den Süden der Peninsula de Nicoya. Per Bike lässt sich diese wilde Gegend am besten erkunden, mal auf abwechslungsreichen Naturstrassen, mal direkt auf dem weissen Traumstrand.

Mountainbiker bei Flussquerung

Mountainbiker bei der Querung des Rio Bongo Flusses.

Strände bei Montezuma

Auf einem hübschen Trail gelangten wir nach Montezuma, dem ehemaligen Geheimtipp der Backpacker in Zentralamerika. Ein Geheimtipp ist der Ort nahe der Südspitze der Nicoya-Halbinsel längst nicht mehr, ist aber immer noch einen Besuch wert.

Die Strecke von Montezuma zum Fährhafen Paquera ist ein konstantes, schweisstreibendes auf und ab. Der starke Verkehr machte das Radfahren auch nicht angenehmer. Mit der Fähre gelangten wir von der Halbinsel Nicoya nach Puntarenas, und dann bis nach San José.

Durch den costa-ricanischen Dschungel

Mountainbiker unterwegs im tropischen Wald auf einer Naturpiste nach Montezuma.

Biketour auf den Vulkan Irazú

Die beiden Vulkane Irazú (3430 m) und Turrialba (3330 m) dominieren die Region im östlichen Hochland von Costa Rica und bieten einen eindrücklichen Anblick. Der Vulkan Irazú ist eine der Hauptattraktionen schlechthin und bietet auch für Mountainbiker ein lohnenswertes Reiseziel. Eine asphaltierte Strasse führt von der Provinzstadt Carthago in gut 35 km zum Kraterrand hoch, wo der 300 m tiefe Kratersee in grünblauen Farbtönen in der Morgensonne glitzerte. Bei guter Sicht mit wolkenlosem Himmel soll man von Irazú aus den Pazifischen Ozean, sowie das Karibische Meer sehen können, was uns leider wegen der nicht ganz so idealen Bedingungen verwehrt wurde. Das spektakuläre Downhill bleibt unvergesslich, ein wahrer Mountainbike-Leckerbissen.

Auf einer hügeligen Strecke radelten wir anschliessend durch die Kaffeeplantagen und die liebliche Natur im Orosi Tal bis zu unserer gemütlichen Unterkunft.

Krater Vulkan Irazú

Der Krater auf dem Vulkan Irazú war der höchste Punkt der Bikereise.

Orosi-Tal und die Cordillera Central

Auf einem schottrigen Naturweg genossen wir heute die Biketour in einer wildromantischen Landschaft durch den weitläufigen Urwald. In einem ständigen Auf und Ab näherten wir uns dem Pazifik. Plötzlich standen wir vor einem fast hüfttiefen Fluss und natürlich weit und breit keine Brücke. Wir beschlossen schon vorzeitig in die Badehosen zu steigen und versuchten die Bikes möglichst trocken durch den Fluss zu bringen. Die Strand-Klamotten liessen wir gleich an und radelten noch die verbleibenden Kilometer bis in den Manuel Antonio Nationalpark. Die Strände hier zählen zu den schönsten in Costa Rica und das Meer lud zum Baden und Geniessen.

Nationalpark Manuel Antonio

Für die nächsten beiden Tage stellten wir die Räder in eine Ecke und erkundeten zu Fuss den beliebten Manuel Antonio Nationalpark. Dank der Mischung aus Regenwald mit vielfältiger Tierwelt und traumhaften Stränden, gehört der Park zu den populärsten Sehenswürdigkeiten in Costa Rica, mit der Konsequenz, dass die Besucherzahl limitiert wurde.

Auf einem gepflegte Wegnetz wandernd, lässt sich der Park bestens kennen lernen. Wir bekamen etliche Brüllaffen und einen gewitzten Kapuzineraffen zu sehen. Einmal huschte ein Tier gleich neben uns durchs Dickicht. Dies ging so schnell, dass wir die Gattung gar nicht richtig erkennen konnten, am ehesten war es ein Nasenbär.

Am späteren Nachmittag war jeweils Pura Vida Costa Rica angesagt, mit einem feinen Drink am weissen Sandstrand und deliziösen Meeresfrüchten - ein würdiger Abschluss unserer Mountainbike-Reise durch Costa Rica.

Manuel Antonio Nationalpark

Ein Brüllaffe im Manuel Antonio Nationalpark, ausnahmsweise mal ohne zu brüllen.

Video: Costa Rica Mountainbike Reise