Reisebericht Flussfahrt auf dem Rio Marañon und Amazonas


Nach einem abenteuerlichen Amazonas Urwald Trekking, wollte ich nun von Yurimaguas aus mit einem Flussschiff in die grösste Stadt des peruanischen Amazonas gelangen, nach Iquitos. Eine eigentliche Abfahrtszeit oder Hafen gab es nicht. Vielmehr ankerten die Boote einfach am Ufer und sobald sich eines mit genügend profitablen Handelswaren und Passagieren füllte, fuhr es los. Angeblich könnte es heute Abend so weit sein und ein Schiff würde auslaufen.

 

1. Tag: Mit Amazonas-Schiff auf dem Rio Marañon

Leinen los...

Amazonas Flussschiff Pachacamilla

Am Morgen früh stand ich vor dem Flussschiff Pachacamilla. Die Reisevorbereitungen liefen auf Hochtouren, bald kann es losgehen. Zumindest glaubte ich dies. Doch letztendlich wartete ich den ganzen Tag vergeblich. Immerhin durften die Gäste gegen Abend boarden und die Nacht auf dem Schiff verbringen.

 

2. Tag: Flussfahrt durch den Amazonas Regenwald

Morgengruss von der Flusskreuzfahrt

Bescheidene Amazononas Kreuzfahrt mit Hängematte

Früh wachte ich am nächsten Morgen auf, weil es sehr kalt war. Tatsächlich kann es im Dschungel so richtig kalt sein und deswegen hatte ich nicht sonderlich gut geschlafen. Zudem war mir nicht wohl mit meinem Gepäck. Vorsichtshalber hatte ich mit einer geheimen Schnur den Rucksack und die Reiseausrüstung an meine Hose gebunden und tastete bei jedem Aufwachen danach.

Abfahrt

Plötzlich hörte ich eine Glocke schlagen. Tatsächlich drängte der Kapitän nun zur Abfahrt. Jetzt musste plötzlich alles sehr schnell gehen. Die Leute drängten hin und her. Weiter Passagiere kamen aufs Deck und knüpften ihre Hängematte zwischen die schon zahlreich vorhandenen anderen Hängematten.

Da das Schiff meist mitten im Fluss stromabwärts tuckerte, war das Ufer nur als grüner Strich und einer unendlich erscheinenden Parade von Bäumen.

Erster Flusshafen

Gegen Mitternacht legte das Schiff am einten Ufer an. Bei schwachem Licht tänzelten einige Personen an Land und andere kamen an Board. Ich zog mich in die Hängematte zurück, für eine hoffentlich ruhige Nacht!

3. Tag: Schiffsreise Rio Amazonas bis Iquitos

Man muss sich zu helfen wissen

Fauna am Flussufer des Rio Amazonas

Heute hatte ich viel besser geschlafen und nur der knurrende Magen liessen mich aufstehen. Ich stellte mich mit allen anderen in die Schlange vor der Küche, um einen unerkennbaren Brei in einer Schüssel in Empfang zu nehmen.

Der Zusammenfluss des Amazonas

Über Nacht hatte sich der Rio Marañon mit dem Rio Ucayali vereinigt und von nun an hiess der Fluss offiziell Amazonas. Die Wassermenge hatte sich locker verdoppelt, unser Flussschiff "Pachacamilla" schien nur noch eine winzige Nussschale. Gelegentlich teilte sich der Fluss in verschiedene Arme auf, es schien wie ein Labyrinth aus Wasser.

Tierwelt am Amazonas Fluss

Das Problem von den in Südamerika gefürchteten Mückenstichen hielt sich glücklicherweise in Grenzen, wohl wegen dem Fahrtwind und weil wir selten in Ufernähe waren. Leider gab es auch sonst keine Tiersichtungen, das Wildlife hielt sich schön im Dschungel versteckt.

Anfahrt nach Iquitos

Am späteren Nachmittag kündigten die Hängematten Nachbarn die Ankunft in Iquitos an. Zu sehen war vorerst immer noch nur Wasser und Regenwald. Aber die werden es wohl wissen und ich fing ebenfalls an meine Hängematte zu verstauen. Ich begab mich an die Reeling und wartete was da kommen mag. Nach etwa einer weiteren Stunden tauchten die ersten Häuser der grössten peruanischen Dschungelstadt auf. Wenig später legten wir im geschäftigen Hafen an, hier endete meine Schiffsreise auf dem Amazonas. Ich stieg auf eines der vielen wartenden Mototaxis und liess mich in das erstbeste Hotel von Iquitos bringen.

Iquitos, die Dschungel-Metropole von Peru

Aufenthalt in Iquitos

Dschungel-Stadt Iquitos in Peru

Wie schon in Yurimaguas fühlte ich mich von der Stadt völlig in den Bann gezogen und verbrachte mehrere Tage hier. Tagsüber unternahm ich verschiedene Ausflüge in den Regenwald, abends zog es mich mit anderen Backpackern und Globetrotter in die lebhaften Bars an der Fluss Promenade.

Reise-Jubiläum

Immerhin gab es auch etwas zu feiern, seit genau 5 Jahren war ich nun schon in Nordamerika, Zentralamerika und in Südamerika auf Reisen und das Abenteuer sollte weitergehen! Nach Iquitos setzte ich die Reise an der nördlichen Pazifik Küste von Peru fort, gelangte nach Ecuador und schlussendlich erkundete ich als nächsten Höhepunkt die Galapagos Inseln - natürlich wiederum mit einem Boot ;-)

Reisebericht: camino10-Team